Venezuela

Jüdische Gemeinde beklagt drei Tote, mehr als 100 Obdachlose

Eingestürztes Gebäude in der Region La Guaira Foto: picture alliance / Anadolu

Die beiden schweren Erdbeben in Venezuela vergangene Woche, bei denen bisherigen Angaben zufolge mindestens 1500 Menschen ums Leben kamen und Zehntausende noch vermisst werden, betreffen auch die kleine jüdische Gemeinschaft des südamerikanischen Landes. Mindestens drei Gemeindemitglieder seien unter den Toten, vier weitere würden noch vermisst, sagte der Vorsitzende der Union Israelita de Caracas, Roberto Mishkin, der »Times of Israel«. Der dritte Todesfall sei erst am Sonntagvormittag bestätigt worden.

Die Wohnhäuser von rund 50 jüdischen Familien wurden entweder ganz zerstört oder sind nun unbewohnbar. 500 Menschen fanden in den Stunden nach dem Beben im jüdischen Gemeindezentrum und in der Synagoge Zuflucht. Noch immer hielten sich etwa 100 Menschen dort auf und würden mit Mahlzeiten versorgt, sagte Mishkin dem israelischen Medium. In Venezuela leben noch rund 5000 Juden; einst waren es 22.000.

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Zu den ausländischen Hilfsorganisationen, die in Venezuela aktiv sind, gehört nun auch die israelische SmartAID. Mitglieder von SmartAID wollten am Sonntag von Panama aus nach Venezuela einreisen und lokale Teams bei der Suche nach verbleibenden Überlebenden unter den Trümmern unterstützen. In den kommenden Tagen plant die Hilfsorganisation laut »Times of Israel« außerdem, Anlagen für saubere Energie und Wasserversorgung aus den USA einzufliegen.

Auch andere israelische Organisationen wie IsraAid sind bereits in Venezuela oder auf dem Weg dorthin. »Die eigentliche Krise besteht darin, dass es weder Strom noch Internet noch sauberes Wasser gibt«, erklärte SmartAID-Geschäftsführer Shahar Zahavi gegenüber der »Times of Israel«. »Unser Team wird mit der Ausrüstung nach Venezuela fliegen und sie in Krankenhäusern, Kliniken und an verschiedenen Einsatzorten der Ersthelfer installieren – in Abstimmung mit der Regierung vor Ort und lokalen Basis-Hilfsorganisationen.« mth

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