New York

Gouverneurin Hochul fordert Mamdani auf, sich weniger auf Israel zu konzentrieren

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani Foto: picture alliance / NDZ/STAR MAX/IPx

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani dazu aufgerufen, sich wieder stärker auf die kommunalen Aufgaben der Stadtregierung zu konzentrieren, anstatt sich an der israelischen Politik abzuarbeiten.

In einem Interview mit der »New York Times« reagierte Hochul auf ein millionenfach geklicktes Video Mamdanis aus dem vergangenen Monat. Darin hatte der Bürgermeister eingeräumt, den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu nicht verhaften zu können – ein Vorhaben, das er zuvor mehrfach öffentlichkeitswirksam angekündigt hatte. Das Video enthielt zudem eine Reihe scharfer Anschuldigungen, darunter die Behauptung, Netanjahu sei ein Kriegsverbrecher.

Diese und weitere israelfeindliche Äußerungen Mamdanis haben in der jüdischen Gemeinde New Yorks für erhebliche Unruhe gesorgt. Jüdische Bürger sind in der Metropole ohnehin weitaus häufiger das Ziel von Hassverbrechen als jede andere Bevölkerungsgruppe. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Videos war es unter anderem zu einem Messerangriff auf einen jüdischen New Yorker gekommen.

Hochul: Hauptaugenmerk sollte auf Wohnungsbau liegen

Auf die Frage, ob die Rhetorik des Bürgermeisters jüdische New Yorker beunruhigen könnte, forderte Hochul, die selbst jüdisch ist, eine Rückbesinnung auf das politische Tagesgeschäft: »Ich ermutige ihn dazu: ‚Konzentrieren wir uns auf das grundlegende Handwerkszeug der Stadtregierung.‘« Sie verwies auf städtische Kernthemen wie Kinderbetreuung und Wohnungsbau, bei denen beide Politiker gemeinsame Ziele verfolgen, und betonte: »Dort sollte meiner Meinung nach das Hauptaugenmerk liegen.«

Gleichzeitig untermauerte die Gouverneurin ihre unnachgiebige Haltung gegen Judenhass. Im Interview versprach sie wörtlich: »Ich werde mich mit meinem ganzen Körper gegen jeglichen Antisemitismus stemmen.« Sie bekräftigte dies mit dem Nachsatz: »Das habe ich getan, und das werde ich auch weiterhin tun.«

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Obwohl die gemäßigte Demokratin Hochul und der dem äußersten linken Flügel zuzuordnende Mamdani bei einigen Themen offensichtliche Differenzen haben, pflegen sie grundsätzlich ein kooperatives Verhältnis. So hatte Hochul ihn auch während seines Bürgermeisterwahlkampfs unterstützt.

In Bezug auf Israel zeigt sich jedoch ein klarer Kontrast: Die Gouverneurin hat zwar den israelischen Krieg im Gazastreifen kritisiert, gilt aber generell als israelfreundlich, pflegt enge Beziehungen zu etablierten jüdischen Organisationen und treibt Schutzgesetze für die jüdische Gemeinschaft voran. Diese Haltung spiegelte sich auch im Mai wider, als Hochul an der jährlichen Israel-Parade in New York City teilnahm – eine Veranstaltung, die Bürgermeister Mamdani boykottierte. ja

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