Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Tucker Carlson Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

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Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 12:45 Uhr Aktualisiert

Der rechte US-Moderator Tucker Carlson hat mit Behauptungen über eine angebliche Festsetzung durch israelische Sicherheitskräfte am Flughafen Ben Gurion für Aufsehen gesorgt. Nun widersprechen Videoaufnahmen und offizielle Stellen dieser Darstellung deutlich. Auf in sozialen Netzwerken kursierenden Bildern ist Carlson zu sehen, wie er lächelnd mit Flughafenmitarbeitern posiert und diese umarmt – ein Szenario, das kaum zu seiner Darstellung eines aggressiven Vorgehens der Sicherheitsbehörden passt. »The Jerusalem Post« und andere israelische Medien berichteten.

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Die israelische Flughafenbehörde erklärte, Carlson seien lediglich »höflich einige routinemäßige Fragen« gestellt worden, wie sie viele Reisende beantworten müssten. Diese seien in einer VIP-Lounge erfolgt, um seine Privatsphäre zu schützen. Ein ungewöhnlicher Vorfall habe sich nicht ereignet, hieß es. Auch die US-Botschaft bestätigte gegenüber Medien, Carlson habe nur Standardfragen der Passkontrolle beantworten müssen.

Carlson, ein früherer Mitarbeiter von CNN und Fox News, hatte zuvor erklärt, Sicherheitskräfte hätten ihm und seinem Team die Pässe abgenommen und einen Produzenten in einen Nebenraum gebracht. Er behauptete, man habe wissen wollen, worüber er mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, gesprochen habe. Nach Angaben aus israelischen Quellen hielt sich Carlson jedoch nur wenige Stunden im Land auf, verließ das Flughafengelände nicht und führte das Gespräch mit Huckabee direkt im Terminal, bevor er am Nachmittag wieder abreiste.

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Scharfe Kritik kam vom ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett. Er bezeichnete Carlson als »Chickenshit«, ein vulgärer Begriff für einen Feigling, und warf ihm vor, seit Jahren falsche Behauptungen über Israel zu verbreiten. Carlson habe ein Foto am Flughafen gemacht, sei sofort wieder abgereist und habe später versucht, den Eindruck zu erwecken, er habe das Land intensiv bereist. Bennett schrieb, Carlson habe »eine Geschichte über angebliche Schikanen erfunden« und anschließend »gejammert«, bevor er mit seinem Privatjet wieder abgehoben sei.

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Der kurze Besuch stand im Zusammenhang mit einem Interview über die Lage der Christen in Israel und der Region. Carlson hatte wiederholt behauptet, Christen würden in Israel schlecht behandelt und US-Hilfen würden diese Situation indirekt finanzieren. Diese Darstellung wird von israelischen Stellen und Experten zurückgewiesen. Der Leiter der israelischen Christian Aramaic Association, Shadi Khalloul, erklärte, Carlson liege »völlig falsch«. Statistiken zeigen, dass die christliche Bevölkerung in Israel seit der Staatsgründung stark gewachsen ist – ein seltener Trend im Nahen Osten. im

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