Washington

»Sonst bricht die Hölle los«

Präsident Donald Trump Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

US-Präsident Donald Trump setzt der Terrororganisation Hamas eine »letzte« Frist, um seinem Friedensplan für Gaza zuzustimmen. Bis Sonntagabend 18 Uhr Ortszeit in Washington (um Mitternacht deutscher Zeit) müsse eine Einigung mit der Hamas erzielt werden, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Alle Länder hätten unterschrieben, betonte Trump. »Wenn diese letzte Chance auf eine Einigung nicht genutzt wird, wird die Hölle für die Hamas losbrechen, so, wie es noch niemand zuvor gesehen hat«, so der Präsident auf der 2021 von ihm gegründeten Social-Media-Plattform.

Die Hamas sei »seit vielen Jahren eine skrupellose und gewalttätige Bedrohung im Nahen Osten«, so Trump, und sie habe am 7. Oktober 2023 »in Israel einen Massenmord« verübt. Es seien seitdem bereits 25.000 Kämpfer der Hamas getötet worden. Die verbliebenen seien »umzingelt und militärisch in der Falle«. Sie warteten nur darauf, dass er den Befehl gebe, »damit ihr Leben schnell ausgelöscht wird«, schrieb er weiter.

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Für die übrigen Hamas-Kämpfer gelte: »Ihr werdet gejagt und getötet werden«. Trump forderte »alle unschuldigen Palästinenser auf, dieses Gebiet, in dem in Zukunft möglicherweise viele Menschen sterben werden, sofort zu verlassen und sich in sicherere Teile des Gazastreifens zu begeben«. Dort würden sie gut versorgt werden, so der US-Präsident. Er wolle mit seiner Frist der Hamas aber »eine letzte Chance geben«.

Beobachter rechnen mit Nachforderungen der Hamas

Am Dienstag hatte Trump der Hamas-Führung »etwa drei oder vier Tage Zeit« gegeben, um auf seinen 20-Punkte-Plan zu reagieren. Diesen hatte er am Montag bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington vorgestellt. Israel hat bereits Zustimmung signalisiert und auch international ist das Vorhaben - auch bei arabischen und muslimischen Vertretern - auf positive Resonanz gestoßen.

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Die Hamas teilte zunächst nur mit, man prüfe den Vorschlag sorgfältig. Beobachter rechnen mit möglichen Nachforderungen oder Einschränkungen. Der Sender »i24News« berichtete allerdings, aus israelischer Sicht gebe es keinen Spielraum mehr – die Hamas könne den Plan nur annehmen oder ablehnen.

Der Plan sieht die Freilassung aller 48 israelischen Geiseln binnen 72 Stunden vor. Im Gegenzug soll Israel mehrere Hundert Palästinenser aus der Haft entlassen. Zugleich soll sich die israelische Armee schrittweise aus dem Gazastreifen zurückziehen. Hamas-Mitglieder können bei Waffenabgabe Amnestie erhalten und aus Gaza ausreisen. Im Gazastreifen hält die Hamas seit ihrem Massaker am 7. Oktober 2023 im Süden Israels noch 48 der 251 damals Entführten als Geiseln fest, darunter auch deutsche Staatsbürger. 20 der Geiseln sind nach israelischen Informationen noch am Leben. dpa/mth

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