Krieg gegen Iran

Trump: Die große Welle kommt erst noch

Donald Trump Foto: picture alliance / zz/Andrea Renault/STAR MAX/IPx

US-Präsident Donald Trump hat eine weitere massive Angriffswelle gegen den Iran angekündigt und auch den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. »Wir haben noch nicht einmal richtig hart zugeschlagen. Die große Welle hat noch nicht einmal stattgefunden. Die große kommt erst noch«, sagte Trump dem Sender CNN.

Der US-Präsident könne sich sogar vorstellen, Truppen in den Iran zu entsenden. Er habe keine Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt »New York Post« zitiert. »Jeder Präsident sagt: ‚Es wird keine Bodentruppen geben.‘ Ich sage das nicht«. Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen. Ob er damit eine Invasion oder einen Spezialeinsatz meinte, ist ebenfalls unklar.

Auf die Frage nach einem Zeitplan für die Militäroperation »Epic Fury« erklärte Trump gegenüber CNN, er wolle keinen langen Konflikt. »Ich möchte nicht, dass es zu lange dauert. Ich dachte immer, es würden vier Wochen sein. Und wir liegen ein wenig vor dem Zeitplan.« Am Vortag hatte er noch von vier bis fünf Wochen gesprochen.

Zugleich betonte der Präsident, die USA würden auch außerhalb des Militärs Schritte für die iranische Bevölkerung unternehmen, ohne dazu nähere Angaben zu machen.

Als »größte Überraschung« des bisherigen Verlaufs bezeichnete Trump iranische Angriffe auf arabische Nachbarstaaten. »Wir haben [den betroffenen arabischen Staaten] gesagt: ‚Wir haben das im Griff‘ – und jetzt wollen sie kämpfen. Und sie kämpfen aggressiv. Eigentlich wollten sie sich kaum einmischen, jetzt bestehen sie darauf, beteiligt zu sein«, so Trump.

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In einem Interview mit Fox News äußerte sich Trump zudem zu einem mutmaßlichen Angriff auf das Anwesen des iranischen Religionsführers Ali Khamenei in Teheran. Khamenei habe sich mit seinem engsten Kreis zum Frühstück getroffen und geglaubt, tagsüber vor einem Angriff sicher zu sein. »Es waren 49 Anführer, die ausgeschaltet wurden. Wir dachten, es würde vier Wochen dauern, um die iranische Führung loszuwerden. Und wenn sie sich verstecken, dauert es natürlich viel länger als vier Wochen. Und sie hätten sich versteckt«, sagte Trump. »Wir waren schockiert, als wir hörten, was vor sich ging. Wir wussten genau, was passierte und wo.«

Wer künftig an der Spitze des Iran stehen könnte, wisse er nicht, erklärte Trump. »Vielleicht haben sie Glück und bekommen jemanden, der weiß, was er tut.« Zugleich behauptete er: »Sie wissen nicht, wer führt. Es ist ein bisschen wie in der Arbeitslosenschlange.«

Die The New York Times hatte Anfang des Monats berichtet, Khamenei habe detaillierte Nachfolge- und Notfallpläne ausgearbeitet, falls er oder andere Spitzenvertreter bei möglichen US- oder israelischen Angriffen getötet würden. Demnach wurde der langjährige Vertraute Ali Larijani damit betraut, im Krisenfall die Führung zu koordinieren. ja

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