Jerusalem

Lapid stellt sich hinter Netanjahu: »Wir sind im Krieg geeint«

Oppositionsführer Jair Lapid am Samstag vor einem durch einen iranischen Raketenangriff zerstörten Wohngebäude Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

In der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran hat Yair Lapid demonstrativ Geschlossenheit signalisiert. Im Gegensatz zu scharfen innenpolitischen Auseinandersetzungen mit Premierminister Benjamin Netanjahu gebe es in der Iran-Frage keinen Streit, erklärte der israelische Oppositionsführer, wie aus Interviews und lokalen Medienberichten hervorgeht.

In einer Videobotschaft betonte der frühere Regierungschef, er habe internationalen Medien klargemacht, dass es in Zusammenhang mit dem Militäreinsatz gegen Teheran keine parteipolitischen Hintergedanken habe. »Es gibt keine politischen Implikationen«, sagte Lapid. »Wir sind alle geeint in dieser Operation.«

Auch erklärte er, Israel unterstütze seine Soldaten geschlossen. »Wir stehen vereint hinter den Piloten, Kämpfern und Sicherheitskräften in der am deutlichsten gerechtfertigten Operation, die es gibt«, erklärte er.

»In diesen Krieg gezwungen«

In einem Fernsehinterview erklärte Lapid, Israel habe keine Wahl gehabt. »Wir wurden in diesen Krieg gezwungen, und wir werden ihn gewinnen«, sagte er. Kurz nach einem Raketenalarm, der ihn in Tel Aviv in einen Schutzraum zwang, bekräftigte er gegenüber Journalisten: »Wir werden vereint gegen diese Bedrohung stehen.«

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Lapid bezeichnete die Militärschläge als »gerechten Krieg gegen das Böse«. Zugleich forderte er, Irans ballistisches Raketenprogramm und die nuklearen Ambitionen des Landes müssten ausgeschaltet werden. Wenn möglich, solle auch die Führung in Teheran beseitigt werden. Das iranische Regime bedrohe Israel existenziell. Dies sei eine Einschätzung, die weite Teile des politischen Spektrums teilten.

Ungewöhnlich deutlich fiel auch sein Lob für Donald Trump aus. Der amerikanische Präsident habe Führungsstärke bewiesen, sagte Lapid, und Mut gezeigt. Die Vereinigten Staaten hatten sich an den Angriffen auf iranische Ziele beteiligt.

Starkes Land

Obwohl in Israel spätestens im Herbst gewählt werden muss und Umfragen sowohl das Regierungslager als auch die zersplitterte Opposition unter Druck sehen, kündigte Lapid an, politische Rivalitäten vorerst zurückzustellen. Differenzen mit Netanjahu würden in Kriegszeiten nicht im Vordergrund stehen.

Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass Israel einen längeren Konflikt durchhalten könne. Das Land sei »viel stärker, als viele glauben«, sagte Lapid. Ob Teheran über Monate hinweg eine solche Auseinandersetzung tragen könne, bezweifelte er dagegen. im

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