Jerusalem

Roman Gofman neuer Leiter von Israels Geheimdienst Mossad

Generalmajor Roman Gofman wird neuer Mossad-Chef Foto: copyright (c) Flash90 2026

Roman Gofman ist der neue Leiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte ihn zuvor für das Amt vorgeschlagen. Dagegen gab es Einsprüche beim Obersten Gerichtshof, die die Richter am Montag jedoch zurückwiesen. Gofman konnte deshalb nun das Amt bei einer offiziellen Zeremonie antreten. Er ist Nachfolger von David Barnea, der sich dem Vernehmen nach ebenfalls gegen die Entscheidung ausgesprochen hat.

Hintergrund des Rechtsstreits ist, dass, während Gofmann im Jahr 2022 Kommandeur einer Division der israelischen Armee war, ein Offizier mit Gofmans Wissen und Zustimmung, einem Soldaten sicherheitsrelevante Informationen zur Veröffentlichung auf einem Kanal bei Telegram lieferte. Der damals 17 Jahre alte Soldat wurde wegen der Veröffentlichung der sensiblen Informationen schließlich angeklagt. Er war anderthalb Jahre in Haft und unter Hausarrest. Die Richter räumten nun Fehler Gofmans in dem Fall ein, sahen aber keine Verstöße gegen ethische Verhaltensstandards, die ihn für die Tätigkeit als Mossad-Chef disqualifizierten.

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Unmut gibt es zudem auch, weil Gofman - anders als seine Vorgänger - nicht aus den Reihen des Mossad selbst stammt, sondern aus dem Militär sowie dem Büro Netanjahus. Der in Belarus geborene Gofman war zuletzt Netanjahus wichtigster militärischer Berater. Kritiker werfen ihm vor, er werde Mossad-Leiter nicht wegen seiner Erfahrungen, sondern aufgrund seiner Loyalität zu Netanjahu. 

Bei einer Zeremonie zu seinem Dienstantritt sagte Netanjahu am Nachmittag, Gofmans Mission sei der Kampf des Mossad »gegen die Aggression Irans«. dpa/ja

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