Ein umstrittenes Seilbahnprojekt in Jerusalem hat einen weiteren Dämpfer erhalten. Mit dem Südtiroler Planungs- und Ingenieurbüro Ropes fiel das fünfte ausländische Unternehmen für das Projekt aus, wie die Zeitung »Haaretz« am Dienstag meldete. Als Grund nannte die Firma fehlende Kapazitäten.
Zuvor hatte die Stadtentwicklungsbehörde laut Medienberichten mitgeteilt, Ropes als Dienstleister beauftragen zu wollen, da es keinen gleichwertigen israelischen Anbieter gebe. Eine Widerspruchsfrist lief Ende September ab.
Rückzug aus politischen Gründen
Zuvor zogen sich laut »Haaretz« drei französische und eine schweizerische Firma aus dem Seilbahnprojekt zurück. Teils verwiesen sie auf die politischen Umstände. Der Plan sieht vor, von ehemaligen Bahnhof im Westen Jerusalems über 1,4 Kilometer unter Umgehung der Altstadt eine direkte Verbindung zum jüdischen Viertel und zur Klagemauer im besetzten Ostteil der Stadt zu schaffen.
Das israelische Kabinett hatte das Vorhaben 2019 genehmigt. Vier Petitionen dagegen scheiterten vor dem Obersten Gericht.