Nahost

Raketenangriff aus Iran und Libanon: Einschlag in Raffinerie bei Haifa, mehrere Verletzte

In Haifa brennt nach einem Angriff des Iran und der vom Mullah-Regime unterstützten Terrororganisation Hisbollah eine Öl-Raffinerie. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Ein kombinierter Angriff aus dem Iran und dem Libanon hat am späten Vormittag große Teile Nord- und Zentralisraels erfasst. Innerhalb weniger Minuten wurden in zahlreichen Regionen Sirenen ausgelöst – von der Gegend um den See Genezareth über Haifa bis hinunter nach Netanja und Herzliya.

Besonders schwer getroffen wurde die Region um Haifa. Im Industriekomplex der Bazan-Ölraffinerie kam es zu einem direkten Einschlag, über dem Gelände stieg dichter Rauch auf. Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um Brände zu bekämpfen und die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Nach Angaben des Umweltministeriums besteht keine Gefahr eines Austritts gefährlicher Stoffe.

Wohnhäuser getroffen

Neben der Raffinerie wurden auch Wohngebiete getroffen. In Haifa selbst schlug ein Geschoss in ein Wohnhaus ein, Einsatzkräfte befreiten eine leicht verletzte Person aus den Trümmern. Weitere Abfangraketen waren über den Vororten der Stadt sichtbar.

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Auch in der nahegelegenen Stadt Schfaram kam es zu direkten Treffern in Wohngebäuden. Dort wurden mehrere Menschen leicht verletzt, gleichzeitig entstand erheblicher Sachschaden. Die Feuerwehr durchsuchte die betroffenen Gebäude nach weiteren Opfern.

In Kiryat Ata wurde ebenfalls ein Wohnhaus direkt getroffen. Rettungskräfte wurden umgehend an den Ort entsandt, um Verletzte zu versorgen und mögliche Verschüttete zu suchen. Insgesamt berichten die Behörden von mehreren Einschlagsorten im Norden des Landes.

<strong>Abgestimmte Angriffswellen</strong>

Nach ersten Erkenntnissen wurden aus dem Libanon rund zehn Raketen abgefeuert. Parallel dazu kamen weitere Geschosse aus dem Iran. Die Angriffe erfolgten offenbar in mehreren Wellen: Zunächst ertönten Sirenen im Norden, kurz darauf folgten weitere Alarmmeldungen in anderen Regionen, darunter im Jordantal, im Raum Haifa sowie später auch weiter südlich entlang der Küste.

Einige der Projektile konnten abgefangen werden, andere schlugen ein. Mindestens eines der eingesetzten Geschosse soll mit einem Streumunitionssprengkopf ausgestattet gewesen sein, was zu mehreren Einschlagsstellen in kurzer Distanz führte.

Die Angriffe verursachten neben Verletzten auch infrastrukturelle Schäden. In Teilen der Region Haifa kam es zu Stromausfällen, zudem wurden Gebäude beschädigt, darunter auch Dächer, die teilweise einstürzten.

Rettungsdienste waren im Großeinsatz, um die betroffenen Gebiete abzusuchen und Verletzte zu versorgen. Die Lage blieb zunächst unübersichtlich, während Sicherheitskräfte und Einsatzteams weiterhin versuchten, die Folgen der Angriffe zu bewältigen. ja

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