Diese Patienten litten unter Ohrenweh, Magenschmerzen oder einer fürchterlich laufenden Nase. Dabei hatten sie allesamt nichts als Plüsch im Bauch. Doch die Einhörner, gepunkteten Teddybären, Kuschelelefanten oder grünen Katzen wurden ganz und gar ernst genommen. Denn das offizielle Teddybär-Krankenhaus hatte geöffnet. Zum 13. Mal bereits wurde es in der nördlichen Stadt Safed von der Azrieli-Fakultät für Medizin der Bar-Ilan-Universität veranstaltet.
Die Kliniken der Universität wurden dafür in ein kindgerechtes Modellkrankenhaus verwandelt, um bei Kindern Ängste vor medizinischer Versorgung abzubauen und spielerisch ihre Resilienz zu stärken. Hunderte Mädchen und Jungen kamen und brachten ihre Lieblings-Kuscheltiere oder Puppen mit, die auf den Liegen mit Lupe und Stethoskop untersucht und jeder Menge Pflastern behandelt wurden.
Von der Matat-Stiftung organisiert
Die diesjährige Initiative, wie auch die der vergangenen Jahre, hatte angesichts der Herausforderungen, denen sich die Bewohner Nordisraels gegenübersehen, eine besondere Bedeutung. Die Veranstaltung wurde von Medizinstudierenden und der Verwaltung der Azrieli-Fakultät sowie der von Freddy Singer gegründeten Matat-Stiftung organisiert.
Während der Veranstaltung durchliefen Kinder einen simulierten Krankenhausaufenthalt, von der Notaufnahme über den OP, das Labor und die Röntgenabteilung bis hin zur Apotheke. Begleitet werden sie von Studierenden, die ihnen die Abläufe erklären und Fragen beantworten.
Freddy Singer, Vorsitzender der Matat Foundation ist stolz darauf, Teil einer »Initiative zu sein, die sich ganz der Versorgung der Grenzgemeinden widme, sagt er. «Wir freuen uns über die Partnerschaft mit der Azrieli-Fakultät in Safed, die eine entscheidende Rolle in der Ausbildung der nächsten Ärztegeneration für Nordisrael und das ganze Land spielt.»
Dekanin Orly Avni: «Neben der Linderung der natürlichen Ängste vor medizinischer Versorgung bietet die diesjährige Veranstaltung auch einen Ort der Erleichterung und Freude.»
«Das Teddybär-Krankenhaus verwandelt Angst in ein sicheres, anregendes und stärkendes Erlebnis», so Anna Hallel Shishkin, Medizinstudentin und Leiterin des Teddybär-Krankenhaus-Projekts, während sie einem Teddybären in die Ohren schaute. «Jedes Jahr ist es inspirierend zu beobachten, wie die Kinder die Veranstaltung mit einem großen Lächeln, Selbstvertrauen und voller Neugierde verlassen.»
Das sieht auch die Dekanin Orly Avni: «Das Teddybär-Krankenhaus verbindet das Mitgefühl und die Exzellenz unserer Studierenden mit den emotionalen Bedürfnissen der Kinder in der Region.» Denn neben der Linderung der natürlichen Ängste vor medizinischer Versorgung bietet die diesjährige Veranstaltung noch etwas, hob sie hervor: «Einen Ort der Erleichterung, Freude und ein neues Gefühl der Geborgenheit.»