Israel

Nach Raketenangriffen: Schulen nehmen Unterricht wieder auf

Schul- und Kindergartenkinder in Jerusalem Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Nach einem Tag ohne Präsenzunterricht sind Israels Schulen und Kindergärten heute wieder geöffnet. Die Entscheidung fiel, nachdem Israel und Iran angekündigt hatten, ihre Angriffe vorerst einzustellen. Daraufhin hob das Heimatschutzkommando der Armee die landesweiten Einschränkungen auf. Israelische Medien berichteten, darunter »The Times of Israel«.

Noch wenige Stunden zuvor hatte Bildungsminister Joav Kisch erklärt, der reguläre Unterricht werde erst am Mittwoch wieder aufgenommen. Die veränderte Sicherheitslage führte jedoch zu einer kurzfristigen Kehrtwende. Seit 6 Uhr sind Bildungsangebote im ganzen Land wieder erlaubt. Die für diese Woche angesetzten Abiturprüfungen bleiben allerdings abgesagt.

Die kurzfristige Schließung der Bildungseinrichtungen am Montag hatte bei vielen Familien für Ärger gesorgt. Während Schulen und Kindergärten geschlossen blieben, konnten zahlreiche Arbeitsplätze weiter betrieben werden, sofern Schutzräume rechtzeitig erreichbar waren. Arbeitgebern wurde zudem empfohlen, Heimarbeit zu ermöglichen, wo dies praktikabel ist.

Lesen Sie auch

Betreuung der Kinder

Viele Eltern sahen sich dadurch gezwungen, innerhalb weniger Stunden Lösungen für die Betreuung ihrer Kinder zu organisieren. Dieses Problem führte zu Beschwerden bei der Regierung. Bereits während früherer Phasen des Krieges mit dem Iran hatten sie über Wochen ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen.

In den Gemeinden entlang der libanesischen Grenze gelten auch nach der Wiederöffnung besondere Vorschriften. Dort muss Unterricht in unmittelbarer Nähe von Schutzräumen stattfinden. Zudem bleiben Versammlungen beschränkt: Im Freien dürfen sich höchstens 100 Menschen treffen, in geschlossenen Räumen maximal 400.

Während der jüngsten Kriegsphase mit dem Iran waren zunächst sowohl Schulen als auch die meisten nicht existenziellen Arbeitsplätze geschlossen worden. Erst etwa eine Woche nach Beginn der Kämpfe durften Unternehmen unter bestimmten Sicherheitsvoraussetzungen den Betrieb wieder aufnehmen. im

Ehemalige Geiseln

Wenn aus Ketten Freudentänze werden

Hennafeier von Eliya Cohen und Ziv Abud: Das Paar feiert seine Liebe und bereitet sich auf die Hochzeit im August vor

von Sabine Brandes  03.07.2026

Gesundheit

Rezept gegen die Pillen

Neue Vorschriften sollen den Missbrauch opioidhaltiger Medikamente eindämmen. Israel führt weltweit beim Pro-Kopf-Konsum

von Sabine Brandes  03.07.2026

Wirtschaft

Israel hat 8800 neue Millionäre

Israel auf dem 18. weltweit beim persönlichen Vermögen. Währenddessen geht die soziale Schere immer weiter auf

von Sabine Brandes  03.07.2026

Kriminalität

Vier Tote in 24 Stunden

Nur 12 Prozent aufgeklärt: Israels arabische Gemeinde sieht sich einer immer weiter eskalierenden Welle der Gewalt gegenüber

von Sabine Brandes  03.07.2026

Gazastreifen

Israelische Armee tötet Entführer von Daniel Perez

Muhammad Na’im Jandiya überfiel mit einer Nukhba-Einheit den Kibbuz Nahal Oz

 03.07.2026

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026