Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat geplante Einsparungen bei Sicherheitsmaßnahmen in Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen gestoppt. Vorausgegangen war heftige Kritik aus den betroffenen Orten sowie von Sicherheitsverantwortlichen.
Wie israelische Medien berichteten, hatte das Heimatfrontkommando zuvor angekündigt, wegen Haushaltsproblemen mehrere Posten nicht länger zu finanzieren. Betroffen gewesen wären unter anderem die Wartung und der Betrieb von Sicherheitsfahrzeugen, Treibstoffkosten sowie die Beleuchtung von Grenzzäunen.
Die Entscheidung löste insbesondere in den Ortschaften nahe Gaza Empörung aus. Vertreter der Gemeinden warnten, die Kürzungen würden die Sicherheit der Bewohner massiv gefährden. Ein Polizeioffizier sagte dem Sender Kanal 12: »Das bedeutet, dass wir alles einstellen – Fahrzeuge, Treibstoff, Beleuchtung und Tore.«
Der Beamte äußerte sich zudem sarkastisch über die Lage: »Offenbar ist Frieden ausgebrochen, und man hat vergessen, uns darüber zu informieren.« Weiter sagte er: »Hier hat jemand völlig den Bezug zur Realität verloren. Es reichte wohl nicht, dass wir schon einmal im Stich gelassen wurden.«
Unterdessen zeigt eine aktuelle Untersuchung der Tekuma-Behörde, die für den Wiederaufbau der vom Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 betroffenen Region zuständig ist, ein wachsendes Unsicherheitsgefühl unter den Bewohnern. Demnach fühlen sich nur noch 23 Prozent der Befragten im Grenzgebiet sicher oder einigermaßen sicher. 2024, ein Jahr nach den Massakern der Hamas, lag der Wert noch bei 35 Prozent.
Viele Einwohner werfen Regierung und Sicherheitsapparat vor, die Orte vor dem Hamas-Angriff nicht ausreichend geschützt und auch danach nicht genug in ihre Sicherheit investiert zu haben. im