Die Hamas hat ihre Mitglieder im Gazastreifen dazu aufgerufen, verstärkt israelische Soldaten zu entführen. Als Rechtfertigung erwähnt die Hamas-Führung ein neues Gesetz der Knesset, das die Todesstrafe für verurteilte Terroristen vorsieht, die Israelis ermordeten.
Der israelische Sender KAN berichtet, innerhalb der Hamas sei ein internes Schreiben verbreitet worden, in dem die Terrororganisation, die neben israelischen Zivilisten auch ihre Gegner in Gaza ermordet, von einem »faschistischen Gesetz« spricht. Mitglieder würden darin aufgefordert, ihre Aktivitäten auszuweiten und »aktive Operationen« durchzuführen.
Dem Bericht zufolge stellt die Hamas Entführungen israelischer Soldaten als wirksamstes Mittel dar, um die Freilassung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen zu erreichen. In dem Schreiben heißt es: »Der Kampf gegen die Wärter wird nicht nur innerhalb der Gefängnismauern geführt, sondern es ist euer eigener Kampf draußen im Feld.«
Weiter fordert die Hamas ihre Anhänger auf: »Erhöht eure Alarmbereitschaft, und unsere Antwort wird eine Tat sein, die der Feind mit eigenen Augen sehen wird, bevor er davon hört, denn Freiheit wird mit Waffengewalt genommen.«
Am 7. Oktober 2023 hatte die Hamas in Israel Massaker mit 1200 Toten verübt und 251 Menschen entführt. Diese Geiseln wurden in Gefangenschaft gefoltert, sexuell missbraucht, ausgehungert und zum Teil ermordet. Die letzten von ihnen wurden erst zwei Jahre später befreit, nachdem Israel den militärischen Druck auf die Terroristen konstant erhöht hatte.
Die Terrororganisation beruft sich laut KAN in dem internen Schreiben auf frühere Hamas-Führer. Genannt werden unter anderem der Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin sowie der frühere militärische Kommandeur Mohammed Deif. »Gefangenenaustausche« würden in dem Dokument als zentraler Bestandteil der Strategie der Organisation beschrieben. im