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Umfrage

Mehrheit der Israelis misstraut Trump bei Iran-Abkommen

Israelis auf dem Carmel-Markt in Tel Aviv Foto: copyright (c) Flash90 2026

Die Skepsis vieler Israelis gegenüber dem jüngst geschlossenen US-Iran-Abkommen ist groß. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Fernsehsenders Kanal 12 trauen die meisten Befragten US-Präsident Donald Trump nicht zu, bei den Verhandlungen mit dem Teheraner Mullah-Regime die Interessen Israels ausreichend zu berücksichtigen. Gleichzeitig fällt auch die Bewertung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu überwiegend negativ aus.

Demnach erklärten 71 Prozent der Befragten, sie hätten kein Vertrauen darin, dass Trump bei einer Vereinbarung mit dem Iran israelische Interessen wahrt. Nur 13 Prozent äußerten Vertrauen, während 16 Prozent keine Meinung angaben. Noch in der Vorwoche hatten die Werte deutlich günstiger für den US-Präsidenten ausgesehen.

Auch Netanjahus Rolle wird kritisch gesehen. 52 Prozent der Befragten sind der Ansicht, sein Verhalten habe Israels Interessen im Zusammenhang mit dem amerikanisch-iranischen Memorandum geschadet. Lediglich 24 Prozent glauben, dass sein Vorgehen dem Land genutzt habe. Weitere 24 Prozent machten keine Angaben.

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Konflikt verloren

Besonders ernüchternd fällt die Einschätzung zum Ausgang des Krieges mit dem Iran aus. 43 Prozent der Befragten meinen, Israel habe den Konflikt verloren. Weitere 41 Prozent sehen keinen klaren Sieger. Nur elf Prozent vertreten die Auffassung, Israel habe den Krieg gewonnen.

Die Ergebnisse markieren einen deutlichen Stimmungswandel. Über Jahre hinweg hatte Trump in israelischen Umfragen regelmäßig hohe Zustimmungswerte erzielt. Nun sorgen das in dieser Woche unterzeichnete Memorandum mit dem Iran sowie mehrere öffentliche Angriffe aus Washington auf israelische Politiker für wachsende Zweifel an den Beziehungen zwischen beiden Ländern. im

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