Gazastreifen

Krankenhaus in Khan Younis weist Vorwürfe von »Ärzte ohne Grenzen« zurück

Das beschädigte Nasser-Krankenhaus im August 2025 Foto: picture alliance / Anadolu

Eines der größten noch funktionierenden Krankenhäuser im Gazastreifen hat Angaben der Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« (MSF) über die Präsenz Bewaffneter auf dem Klinikgelände zurückgewiesen. MSF hatte mitgeteilt, die Organisation müsse aus diesem Grund ihre nicht dringlichen Aktivitäten im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis im Süden des Gazastreifens einstellen. 

Mitarbeiter der Organisation und Patienten hätten in den vergangenen Monaten in dem Krankenhaus »bewaffnete Männer, teilweise maskiert, in verschiedenen Bereichen des großen Krankenhausgeländes gesehen«, hieß es in der Mitteilung von MSF. 

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Mit einem Anstieg seit Beginn der Waffenruhe vor mehr als vier Monaten hätten MSF-Teams in der Klinik »ein Muster inakzeptabler Handlungen festgestellt, darunter die Anwesenheit bewaffneter Personen, Einschüchterungen, willkürliche Festnahmen von Patienten sowie eine kürzlich aufgetretene Situation mit Verdacht auf Waffenbewegungen«, hieß es weiter. Diese Vorfälle stellten »ernsthafte Sicherheitsbedrohungen für unsere Teams und Patienten dar«. 

»Vereinzelt gewalttätige Aktionen von Einzelpersonen«

Das Nasser-Krankenhaus teilte mit, die Vorwürfe seien falsch und gefährdeten die Klinik. Es habe »vereinzelt gewalttätige Aktionen von Einzelpersonen« gegeben. Deshalb sei eine zivile Polizeitruppe eingerichtet worden, um Mitarbeiter und Patienten zu schützen. Es handele sich »nicht um militärische Aktivitäten, sondern um Schutzmaßnahmen«. 

Israel hatte der islamistischen Terrororganisation Hamas während des zweijährigen Kriegs immer wieder vorgeworfen, medizinische Einrichtungen im Gazastreifen, darunter das Nasser-Krankenhaus, für militärische Zwecke zu missbrauchen. dpa/ja

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