Jerusalem

Koalition unter Dach und Fach

Avigdor Lieberman (l.) von Israel Beiteinu mit Naftali Bennett und Ayelet Shaked von der Partei Jüdisches Haus Foto: Flash 90

Die Probleme scheinen aus dem Weg geräumt. Das Büro des Premierministers Benjamin Netanjahu gab am Montagmorgen bekannt, dass die Erweiterung der Koalition geschafft sei und die neuen Minister bestätigt sind. Danach ist die rechts-nationale Partei Israel Beiteinu der Regierung beigetreten.

Der Chef der Partei, Avigdor Lieberman, ist damit Israels neuer Verteidigungsminister. Einstimmig bestätigte das Kabinett seine Ernennung am Morgen.

opposition Besonders diese Entscheidung von Netanjahu ist in der Bevölkerung und Opposition heftig umstritten. Sofa Landver wird das Alija- und Immigrationsamt übernehmen und Tzachi Hanegbi ab sofort Minister ohne Geschäftsbereich im Büro des Ministerpräsidenten sein.

Auch auf die Forderungen der Partei Jüdisches Haus ging Netanjahu ein. »Ab sofort wird das Sicherheitskabinett nicht mehr ohne Offizier sein, wenn die Minister informiert werden«, so der Chef vom Jüdischen Haus, Naftali Bennett. »Es hätte schon längst passieren müssen. Aber es ist gut, dass es jetzt so ist.«

Die fragile Koalition der amtierenden Regierung – mit 61 von 120 Sitzen in der Knesset – ist mit dem Schritt gestärkt worden. Israel Beiteinu bringt fünf Abgeordnete mit, und die Regierung vereint nun 66 Mandate auf sich.

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026

Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

 02.10.2026

Tel Aviv

Nach Geiselhaft: »Das Leben wird nie wieder dasselbe sein«

Am 07. Oktober 2023 überfielen Terroristen aus dem Gazastreifen Grenzorte in Israel. Sie ermordeten und entführten viele Menschen, darunter auch Deutsche. Wie geht es den ehemaligen Geiseln heute?

von Cindy Riechau  02.10.2026

Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Tel Aviv

»Es ist viel sicherer, mit einer israelischen Airline zu fliegen«

Der Sicherheitsexperte Eyal Tsir Cohen über den Anschlag auf den »Fly Dubai«-Flug, die aktuelle Terrorbedrohung im Luftverkehr und die Effizienz israelischer Maßnahmen

von Detlef David Kauschke  02.10.2026

Tel Aviv

Co-Pilot aus Oman trotz Einreiseverbot mehrfach nach Israel geflogen

Warum wurden Sicherheitsregeln nicht umgesetzt?

 02.10.2026