Israel hat Teilnehmer eines Treffens hochrangiger Hamas-Mitglieder angegriffen. Nach Angaben der Streitkräfte (IDF) handelte es sich um Terroristen, die weitere Attacken auf israelische Soldaten vorbereitet hätten.
Ein israelischer Sicherheitsvertreter sagte gegenüber dem Armee-Radiosender, insgesamt seien vier Hamas-Terroristen gezielt ins Visier genommen worden. Einer sei für eine Kompanie verantwortlich gewesen, drei weitere hätten jeweils einen Zug geführt. Später teilte die Armee mit, dass es sich bei den vier Männern um Kommandeure der Nukhba-Einheit gehandelt habe. Nach israelischen Angaben waren sie am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt.
Das von der palästinensischen Terrororganisation Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium im Gazastreifen meldete gegenüber Reuters sechs Todesopfer. Der Angriff ereignete sich demnach in der Nähe des Fischereihafens an der Küste von Gaza-Stadt.
Risiko verringert
Der Armee-Sender berichtete ebenfalls von sechs Toten und rund zehn Verletzten. Demnach wurde das Café direkt an der Küste von Gaza-Stadt getroffen. Die israelische Armee erklärte, vor dem Angriff seien Maßnahmen getroffen worden, um das Risiko für unbeteiligte Zivilisten zu verringern.
Nach Angaben der IDF wurden neben den vier identifizierten Nukhba-Kommandeuren auch weitere Hamas-Terroristen getötet, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs an dem Ort aufgehalten hatten.
Der Angriff erfolgte vor dem Hintergrund neuer Vorgaben für israelische Militäroperationen im Gazastreifen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat auf Druck der USA eine Regelung eingeführt, nach der bestimmte Angriffe künftig zunächst vom Generalstabschef der IDF, Generalleutnant Eyal Zamir, genehmigt werden müssen.
Unmittelbare Gefahr
Eine Ausnahme gilt für Situationen, in denen eine unmittelbare Gefahr für israelische Soldaten oder Gemeinden entlang der Grenze zum Gazastreifen besteht. In solchen Fällen dürfen die Streitkräfte nach der neuen Regelung selbstständig handeln, um die Bedrohung zu beseitigen.
Verteidigungsminister Israel Katz verteidigte das Vorgehen der Armee. »Israels Politik im Gazastreifen, wie sie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegenüber der IDF klargestellt wurde, ist eindeutig: Bedrohungen beseitigen, Terroristen ausschalten und Vergeltung an jedem üben, der am Massaker vom 7. Oktober beteiligt war«, schrieb Katz auf X.
Er fügte hinzu: »So hat die IDF heute gehandelt, als sie Hamas-Terroristen ausschaltete, und so wird sie weiterhin mit aller Kraft handeln, um unsere Soldaten zu schützen und für Ruhe in den Gemeinden im Süden zu sorgen – ausgehend von der Sicherheitszone.« im