Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei hat den USA und Israel in scharfen Worten gedroht und zugleich den Einfluss Irans in der Region beschworen.
In Botschaften zum Beginn der Hadsch-Pilgerfahrt erklärte er: »Die Nationen und Länder der Region werden nicht länger Schutzschilde für amerikanische Stützpunkte sein.« Weiter sagte Chamenei laut einer Erklärung auf Persisch, Amerika werde in der Region keinen sicheren Ort mehr »für seine Machenschaften und die Errichtung von Militärbasen« haben. Die Vereinigten Staaten unterhalten im Nahen Osten zahlreiche Militärstandorte.
Zugleich drohte der Oberste Führer Israel. Den jüdischen Staat bezeichnete er als »wackeliges zionistisches Regime« und als »Krebsgeschwür«. Israel habe sich den »letzten Stadien seines verfluchten Untergangs« genähert. Dabei bezog er sich auf eine frühere Äußerung seines Vorgängers und Vaters Ali Chamenei, wonach Israel innerhalb von 25 Jahren verschwunden sein werde.
»Bemerkenswerte Siege«
In der Erklärung lobte der iranische Machthaber zudem die libanesische Terrororganisation Hisbollah sowie andere mit Teheran verbündete Gruppen. Die Kämpfer der sogenannten Widerstandsfront hätten »bemerkenswerte Siege gegen die beiden vollständig bewaffneten amerikanisch-zionistischen Terrorarmeen« errungen.
Den direkten Konflikt mit den USA und Israel stellte Chamenei als Erfolg Irans dar. Während des Krieges habe Teheran das »zionistische Regime« hilflos gemacht und den USA »eine harte Ohrfeige« versetzt. Zugleich erklärte er, der Versuch der Gegner, Iran zur Kapitulation zu zwingen, sei gescheitert.
Parallel dazu drohten die iranischen Revolutionsgarden mit Vergeltung nach jüngsten amerikanischen Angriffen auf Ziele im Süden Irans. Die USA hatten erklärt, militärische Einrichtungen sowie Boote attackiert zu haben, die Minen verlegen sollten. Iranische Medien berichteten in diesem Zusammenhang von Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas in der Provinz Hormozgan.
Terrorwellen und Kriege
Khamenei rief in seinen Botschaften außerdem zu einem gemeinsamen antiamerikanischen und antiisraelischen Kurs der islamischen Welt auf. »Von nun an werden die Parolen ›Tod Amerika‹ und ›Tod Israel‹ die Parolen der islamischen Nation und der unterdrückten Menschen der Welt sein, besonders der Jugend.«
Seit vielen Jahren droht das Teheraner Regime Israel mit Vernichtung. Die von ihm finanzierten Terrororganisationen Hamas und Hisbollah überzogen den jüdischen Staat mit Terrorwellen und Kriegen. im