Gaza

Katz droht Hamas wegen Drachen mit harter Reaktion

Verteidigungsminister Israel Katz Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Armee nach Medienberichten angewiesen, mit aller Härte gegen das Starten von Ballons, Drachen oder Drohnen aus dem Gazastreifen vorzugehen. Katz reagierte damit auf den Fund mehrerer Drachen im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen. Nach Angaben des israelischen Armeesenders geht die Armee davon aus, dass die Terrororganisation Hamas dafür verantwortlich ist. Spreng- oder Brandsätze wurden demnach jedoch nicht gefunden. Eine arabische Aufschrift auf einem der Drachen soll allerdings mit der Botschaft gedroht haben, dass es nie Ruhe geben werde.

Katz habe das Militär angewiesen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um künftige Starts zu verhindern, darunter die Tötung von Hamas-Anführern, die dafür verantwortlich seien, hieß es übereinstimmend in Medienberichten. Zudem wurden die Räumung von Stadtvierteln und Gebieten, aus denen die Starts erfolgen, sowie »Maßnahmen gegen die dortige Terrorinfrastruktur« angedroht. Katz erklärte, Israel werde jeden solchen Start als »Kriegshandlung« betrachten.

Nach Angaben des Armeesenders geht Israel davon aus, dass die Hamas mit den Drachen Tests für eine mögliche künftige Entsendung von Flugkörpern durchführt, die mit Brand- oder Sprengsätzen versehen sein könnten.

Erinnerung an den »Drachenterror«

Im Rahmen der Proteste an der Gaza-Grenze wurden seit 2018 immer wieder Drachen und Ballons nach Israel geschickt, an denen brennbare Materialien befestigt waren. Sie verursachten zahlreiche, teilweise verheerende Brände in den angrenzenden israelischen Gebieten. Die Proteste richteten sich damals gegen die israelische Blockade des Gazastreifens, die von Ägypten mitgetragen wurde. Außerdem forderten die Demonstranten ein »Recht auf Rückkehr« für palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen in Orte im israelischen Kernland. 

Bewohner israelischer Grenzorte äußerten sich den Berichten zufolge besorgt über den Fund der neuen Drachen und forderten ein entschlossenes Vorgehen der Armee. dpa

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