Regierungsbildung

Israels Oppositionschefs treffen sich zu Gesprächen

Gadi Eisenkot Foto: copyright (c) Flash90 2026

Eine Woche nach der Knessetwahl sondieren Israels Oppositionsparteien, wie sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ablösen ließe. Wie die »Times of Israel« unter Berufung auf hebräische Medien berichtet, traf sich Avigdor Liberman, Vorsitzender von Yisrael Beytenu, am Samstag erstmals seit der Wahl mit Gadi Eisenkot, dem Chef der Partei Yashar. Am Sonntag soll Liberman zudem Yair Lapid treffen, die Nummer zwei der Partei B’Yachad.

Eisenkot hatte sich zuletzt mit Yair Golan, dem Vorsitzenden der Demokraten, und mit Naftali Bennett, dem Chef von B’Yachad, getroffen. Liberman soll Anrufe von Eisenkot und Bennett zunächst nicht beantwortet haben. Die Vorsitzenden des aus vier Parteien bestehenden Anti-Netanjahu-Blocks sollen sich in den kommenden Tagen gemeinsam treffen.

Golan sprach laut den Berichten außerdem mit Yousef Jabareen und Ahmad Tibi, den Vorsitzenden der Gemeinsamen Liste, über eine mögliche Zusammenarbeit bei den Koalitionsverhandlungen. In der vergangenen Woche hatte er bereits Mansour Abbas, den Vorsitzenden der arabischen Partei Ra’am, und andere Oppositionspolitiker getroffen. Golan ist der Einzige im jüdisch geführten Anti-Netanjahu-Lager, der offen dafür eintritt, mit arabischen Parteien eine Regierung zu bilden. Er will gemeinsam mit Ra’am koalieren.

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