Jerusalem

Israel-Wahl: Neue Umfrage bestätigt anhaltendes politisches Patt

Hat in der »Zman Israel«-Umfrage leicht zugelegt: Naftali Bennett und sein Bündnis Bejachad Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Gut zwei Monate vor der geplanten Parlamentswahl am 27. Oktober zeichnet sich in Israel weiterhin keine klare Regierungsmehrheit ab. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von »Zman Yisrael«, der hebräischsprachigen Partner-Website der »Times of Israel«, hervorgeht, steuern sowohl das Lager der Netanjahu-Befürworter als auch das seiner Gegner auf eine Pattsituation zu.

Bewegung gibt es lediglich in der Wählergunst einzelner Parteien: Naftali Bennetts Partei Bejachad konnte ihren monatelangen Abwärtstrend stoppen. Sie legt um zwei Mandate zu und käme nun auf 15 Sitze. Diese Gewinne gehen direkt zulasten der Jaschar-Partei von Gadi Eisenkot. Obwohl Jaschar zwei Sitze einbüßt und bei 23 Mandaten landet, bleibt sie weiterhin die stärkste Kraft im Land. Dicht dahinter folgt die aktuelle Regierungspartei Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu, die unverändert bei 21 Sitzen verharrt.

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Hinter den drei großen Parteien reiht sich Avigdor Liebermans Jisrael Beitenu mit 11 Mandaten ein. Die strengreligiösen Parteien Schas (9) und das Vereinigte Thora-Judentum (8) folgen auf den weiteren Plätzen, wobei Letztere gleichauf mit der Partei »Die Demokraten« (ebenfalls 8) liegt. Jeweils 7 Sitze entfallen auf das arabische Parteienbündnis Chadasch-Ta’al-Balad sowie die rechtsextreme Otzma Jehudit. Die Liste Religiöser Zionismus kommt auf 6 Mandate, während die islamistische Ra’am-Partei 5 Sitze erzielt.

Das Anti-Netanjahu-Lager kommt auf 57 Sitze

Blickt man auf die potenziellen Koalitionsblöcke, verfehlen beide Seiten die nötige Mehrheit von 61 Sitzen in der 120-köpfigen Knesset deutlich. Das Pro-Netanjahu-Lager stagniert bei 51 Mandaten. Die zionistische Opposition, die den amtierenden Regierungschef ablösen will, kommt auf 57 Sitze. Die arabischen Fraktionen (Ra’am und Chadasch-Ta’al-Balad) zählen sich zu keinem der beiden Blöcke. Allerdings könnte das Anti-Netanjahu-Lager versuchen, durch eine Zusammenarbeit mit der Ra’am-Partei die fehlenden Mandate für eine Regierungsbildung zu beschaffen. ja

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