Nahost

Israel verlegt Bodentruppen in Südlibanon

Nach einem Angriff in Beirut am Montag steigt Rauch auf. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

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Israel verlegt Bodentruppen in Südlibanon

Nach Angaben der Armee operieren Einheiten der 91. Division in mehreren Bereichen südlich des Litani-Flusses

 03.03.2026 09:28 Uhr

Die israelische Armee hat ihre Aktivitäten im Norden deutlich ausgeweitet und in den vergangenen 24 Stunden Bodentruppen in Gebiete im Süden Libanons verlegt. Das wurde am Morgen offiziell erklärt. Ziel sei es, entlang der Grenze eine zusätzliche militärische Pufferstruktur aufzubauen. Der öffentlich-rechtliche Sender KAN berichtete.

Nach Angaben der Armee operieren Einheiten der 91. Division in mehreren Bereichen südlich des Litani-Flusses. In einer Mitteilung hieß es, man gehe mit umfangreichen Angriffen gegen Infrastruktur der Hisbollah vor, um Bedrohungen zu vereiteln und Infiltrationsversuche auf israelisches Staatsgebiet zu verhindern. Die proiranische Terrororganisation habe sich entschieden, in den Konflikt einzugreifen und werde »die Konsequenzen ihres Handelns tragen«.

Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, er habe gemeinsam mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu grünes Licht gegeben, um weitere strategisch beherrschende Geländepunkte einzunehmen. »Die IDF wird zusätzliche Gebiete in Libanon halten, um Beschuss auf die israelischen Grenzgemeinden zu verhindern«, ließ Katz mitteilen. Die Armee gehe weiterhin mit Nachdruck gegen Hisbollah-Ziele vor. Die Organisation »zahlt bereits einen Preis und wird weiter zahlen«.

Libanesische Armee räumt offenbar Grenzposten

Zeitgleich berichteten libanesische Medien, die reguläre Armee des Landes habe mehrere Stellungen entlang der Grenze geräumt, unter anderem in Ortschaften wie Aita al-Shaab, Rmeish und weiteren Dörfern im Grenzgebiet. Eine offizielle Bestätigung aus Beirut lag zunächst nicht vor.

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Ein israelischer Regierungsvertreter hatte bereits am Vorabend angedeutet, dass der Eintritt der Hisbollah in die Auseinandersetzung mit dem Iran den Charakter des Konflikts verändern könne. Selbst wenn die direkte Konfrontation mit Teheran ende, könne sich der Kampf im Norden fortsetzen, hieß es.

Parallel zur Bodenoperation setzt Israel seine Luftangriffe im Libanon fort. Ziele wurden erneut in der südlichen Vorstadt Beiruts, der Dahiyeh, angegriffen – einer Hochburg der Hisbollah.

Mit dem Vorstoß am Boden und den anhaltenden Luftschlägen zeichnet sich eine weitere Intensivierung der Kämpfe im Norden ab – unabhängig vom Verlauf der Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Iran. im

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