Jerusalem

Israel schließt 30-Milliarden-Deal mit Ägypten

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Knesset Foto: copyright (c) Flash90 2025

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen gewaltigen Gas-Deal mit Ägypten im Wert von umgerechnet knapp 30 Milliarden Euro verkündet. Die Hälfte davon werde in die israelische Staatskasse fließen, erklärte Netanjahu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Energieminister Eli Cohen. Der Gas-Export werde Israel »riesige Gewinne verschaffen«, sagte der Regierungschef. 

Bei dem Deal geht es um Export von Gas aus dem Leviathan-Feld, das rund 130 Kilometer westlich der Hafenstadt Haifa in etwa 1700 Metern Meerestiefe liegt. Teilhaber sind neben dem US-Unternehmen Chevron die israelischen Unternehmen NewMed Energy (vormals Delek) und Ratio Energies.

Die »Jerusalem Post« berichtete, die US-Regierung habe Israel zu einem Abschluss des Deals gedrängt, in der Hoffnung, er könne den Weg zu einem Dreiertreffen zwischen Netanjahu, dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi sowie US-Präsident Donald Trump zum Jahresende ebnen. 

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»Ich habe das Abkommen gebilligt, nachdem ich unsere anderen wesentlichen sicherheitspolitischen Interessen abgesichert hatte«, sagte Netanjahu. Das Abkommen stärke Israels Stellung als regionale Energiemacht erheblich und trage zur Stabilität in der Region bei, sagte Netanjahu. 

Ägypten steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise und ist schon jetzt auf den wichtigsten Gas-Lieferanten Israel angewiesen, um seinen wachsenden Energiebedarf zu decken und Industrie und Haushalte zu versorgen. 

Israel verfügt über weitere Erdgasfelder, die Produktion aus dem Tamar-Feld hatte bereits 2013 begonnen. Das Land, das in der Region viele Feinde hat, will damit seine Energieunabhängigkeit sichern. dpa/ja

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