Israel gehört inzwischen zu den Ländern mit den höchsten Big-Mac-Preisen weltweit. Im aktuellen Big-Mac-Index des britischen Wirtschaftsmagazins »The Economist« belegt das Land Rang zwei und liegt damit nur noch hinter der Schweiz. Der Preis für einen Big Mac beträgt demnach umgerechnet 7,67 US-Dollar (6,65 Euro). In den USA kostet derselbe Burger laut Index 6,22 Dollar (5,40 Euro), in Taiwan lediglich 2,42 Dollar (2,10 Euro).
Noch zu Jahresbeginn hatte Israel im Ranking den achten Platz eingenommen. Der deutliche Sprung nach oben ist auf zwei Entwicklungen zurückzuführen: Zum einen wurden die Preise bei McDonald’s in Israel mehrfach angehoben, zum anderen gewann der Schekel gegenüber dem US-Dollar an Wert. Durch den gleichzeitig starken Wechselkurs fiel der Burger im internationalen Vergleich noch teurer aus als in Ländern wie Norwegen, Dänemark oder Schweden.
Der Big-Mac-Index wurde 1986 von The Economist entwickelt und gilt als vereinfachter Indikator für die Kaufkraft verschiedener Währungen. Grundlage ist die wirtschaftliche Theorie der Kaufkraftparität, wonach ein identisches Produkt nach Umrechnung in dieselbe Währung langfristig in allen Ländern ähnlich viel kosten sollte.
Da ein Big Mac weltweit nach weitgehend einheitlichen Standards hergestellt wird und Kosten für Arbeit, Rohstoffe, Miete, Energie und Steuern widerspiegelt, dient er als leicht verständlicher Vergleichsmaßstab für Preisniveau und Währungsbewertung.
Israel gehörte bereits in den 1990er-Jahren zu den Spitzenplätzen des Index. 1997 lag das Land auf Rang drei. Ab 2002 wurde Israel für mehrere Jahre nicht mehr berücksichtigt, nachdem Regierungsvertreter argumentiert hatten, der Index bilde die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes nicht angemessen ab.
Deutschland ist auf dem Index lediglich Teil des Euro-Gebiets und wird daher nicht extra aufgeführt. Hierzulande kostet ein Big Mac derzeit durchschnittlich 6,14 Euro ( 7,08 Dollar). im