Terror-Infrastruktur

Tunnelschacht und Waffen im Westjordanland entdeckt

Israelische Grenzpolizisten untersuchen am 9. September 2026 einen weiteren Tunnel unweit von Jerusalem, den palästinensische Bewohner des Westjordanlandes gegraben haben sollen. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Bei einem Polizeieinsatz in Qalqilya im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte einen noch nicht fertiggestellten Tunnel entdeckt. Der Schacht reicht nach Angaben der Polizei mindestens 25 Meter tief. In unmittelbarer Nähe stießen die Einsatzkräfte zudem auf den Beginn einer weiteren Grabung sowie auf Waffen und weiteres Material. Vier Verdächtige wurden festgenommen und zur Befragung gebracht.

Der Fund wurde bei einer gezielten Operation von Einheiten des Samaria-Bezirks und der Grenzpolizei gemacht. Grundlage des Einsatzes waren nach Polizeiangaben zuvor gewonnene Erkenntnisse über den Ort. Die Beamten durchsuchten ein Gelände in Qalqilya und stießen dabei auf die unterirdische Konstruktion.

Bei der Durchsuchung wurden unter anderem ein M16-Gewehr, ein Scharfschützengewehr, Munition und Magazine sichergestellt. Außerdem fanden die Sicherheitskräfte Mobiltelefone. Auch Dünger wurde entdeckt. Nach Einschätzung der Polizei könnte die Substanz zur Herstellung von Sprengvorrichtungen verwendet werden.

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Die Ermittler nahmen vier Personen fest, die sich am Fundort befanden. Sie wurden zur weiteren Befragung mitgenommen. Die Polizei kündigte zugleich an, die Suche nach unterirdischen Anlagen und Waffen im Raum Samaria fortzusetzen. »Die israelische Polizei wird weiterhin proaktiv vorgehen, um Grabungsinfrastruktur und Waffen aufzudecken, die Beteiligten ausfindig zu machen und sie der Justiz zuzuführen«, hieß es.

Der Fund sorgte auch bei Bürgermeistern und Verantwortlichen von Gemeinden in der Nähe der sogenannten Trennlinie für Unruhe. Rafi Sa’ar, Bürgermeister von Kfar Saba, bezeichnete den Vorfall als »ernst«. Die Entdeckung zeige, welchen Gefahren die Bewohner der Region ausgesetzt seien. »Das ist keine theoretische Warnung, sondern eine Sicherheitsrealität, die entschlossenes Handeln erfordert«, sagte Sa’ar.

Nach dem 7. Oktober müsse sich der Umgang mit solchen Gefahren grundlegend verändern, forderte die Regionalratsvorsitzende Gani Gonen: »Niemand kann es sich mehr leisten, solche Vorfälle zu ignorieren, sie herunterzuspielen oder sich damit zufriedenzugeben, dass die Lage unter Kontrolle sei. Die Verantwortung besteht darin, die Bedrohung zu erkennen, bevor sie zu einer Katastrophe wird.« im

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