»Sehr geehrter Herr Präsident,
bevor ich beginne, nur eine kurze Ansage:
Falls es noch andere moralische Feiglinge gibt, die diesen Saal noch nicht verlassen haben – bitte tun Sie es jetzt. Vielen Dank.
Meine Damen und Herren,
vor 14 Jahren stand ich an diesem Rednerpult und zog eine rote Linie.
Ich versprach, die mörderische Diktatur des Iran daran zu hindern, Atombomben zu entwickeln, Atomwaffen, die auf die Zerstörung Israels gerichtet sind, Atomwaffen, die die ganze Welt bedrohen könnten.
Genau das haben wir getan.
Lassen Sie mich nun etwas sagen, das Sie vielleicht überraschen wird.
Die Zerstörung der iranischen Nuklearanlagen war schwierig. Es war sehr schwierig. Aber für mich war es eine der einfachsten Entscheidungen, die ich als Ministerpräsident jemals treffen musste. Denn wenn wir es nicht getan hätten, wären wir alle tot.
Und jetzt wollen Sie die ultimative Ironie hören?
Indem Israel sich selbst verteidigt, verteidigt es auch viele der Länder, deren Delegierte gerade diesen Saal verlassen haben!
Tatsächlich möchte ich, dass Sie wissen: Viele ihrer Staats- und Regierungschefs danken uns privat sogar dafür, dass wir Irans Atomwaffen ausgeschaltet haben.
Es ist schwer, sich eine noch unfassbarere Heuchelei vorzustellen, aber genau das ist es.
Dies ist nicht das erste Mal, dass wir mit der Gefahr unserer Vernichtung konfrontiert waren.
Am 5. Juni 1967 war Israel von Feinden umgeben, die offen geschworen hatten, uns zu zerstören.
Damals waren wir nicht in Judäa und Samaria, dem Herzen der historischen Heimat des jüdischen Volkes. Wir waren nicht in Gaza. Wir waren nicht auf den Golanhöhen.
Und Herr al-Scharaa, Sie sollten wissen, dass Juden seit den Tagen Moses’ auf den Golanhöhen leben. Sie können es in der Bibel nachlesen.
Damals, am Vorabend des Sechstagekriegs 1967, waren wir an keinem dieser Orte. Wir befanden uns auf einem winzigen Landstreifen – und das tun wir noch immer –, der etwa einem Drittel von einem Prozent der gesamten Fläche der arabischen Welt entspricht.
Und trotzdem wird Israel des Kolonialismus beschuldigt. Was für ein Kolonialismus? Und wer beschuldigt uns? Unter anderem Menschen in Großbritannien und Frankreich. Um Gottes willen, sie haben den Begriff erfunden. Ihre Kolonien erstreckten sich über den gesamten Globus.
Kolonialismus ... Geben Sie uns eine Pause ... Eine weitere Lüge.
Damals ging es auf diesem winzigen Stück Erde – kein Westjordanland, kein Gaza, keine Golanhöhen – nur um das Überleben dieses einen und einzigen jüdischen Staates. Denn darum geht es in diesem Konflikt. Es geht nicht um Gebiete; es geht um einen jüdischen Staat, unabhängig von seinen Grenzen. Und dennoch waren wir damals von drei arabischen Armeen bedroht, die kurz davorstanden, in unser Land einzumarschieren.
Wissen Sie, was die Israelis damals taten? Sie hoben Massengräber aus, in Erwartung Tausender und Abertausender Opfer. In Erwartung der Beerdigung unserer Toten.
Damals war ich israelischer Oberschüler in Philadelphia.
Fünf Tage vor Ausbruch des Krieges flog ich zurück nach Israel.
Ich fand ein Land vor, das vollständig verdunkelt war.
Israel bereitete sich auf den Einschlag vor.
Ich war zurückgeflogen, um meinen Bruder Jonathan, Yoni, zu sehen.
Kolonialismus? Israel entspricht etwa einem Drittel von einem Prozent der gesamten Fläche der arabischen Welt.
Er war 21 Jahre alt und Fallschirmjägeroffizier. Wie der Rest der Armee war auch seine Einheit bereits mobilisiert. Ich machte mich auf die Suche nach ihm. Man sagte mir, die Fallschirmjäger seien in Lagern in den Obstgärten, in den Orangenhainen rund um Ramle. Also ging ich dorthin und fragte einige Soldaten: «Wisst ihr, wo Yoni Netanjahu ist?» «Nein.» Dann sagte einer der Männer: «Ach, du meinst den jungen Kerl? Ja, der ist im nächsten Hain.»
Also ging ich dorthin, und plötzlich sah ich am Ende einer langen Baumreihe meinen Bruder.
Er war völlig schockiert, mich zu sehen.
«Bibi», sagte er, «was machst du hier?»
Wir rannten aufeinander zu und umarmten uns.
Bei einem improvisierten Militärkaffee stellte ich ihm die Frage, die mir auf der Seele lag, die Frage, die alle beschäftigte.
«Also, Yoni», sagte ich, «was wird passieren?»
Er hielt inne. Und dann sagte er etwas, das ich niemals vergessen werde.
«Wir werden gewinnen», sagte er. «Wir haben keine andere Wahl.»
Ich erinnere mich an diese Worte, als wäre es gestern gewesen.
Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.
Und dann haben wir gewonnen.
Neun Jahre später entführten palästinensische Terroristen ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Israel. Sie brachten es nach Entebbe in Uganda.
Wie die Nazis selektierten die Terroristen die jüdischen Passagiere – Männer, Frauen, Kinder, Babys. Sie drohten damit, sie alle zu töten, wenn Israel nicht palästinensische Terroristen freiließe.
Und dann, am 4. Juli 1976, dem 200. Jahrestag der Vereinigten Staaten, führte Yoni bei einer der dramatischsten Befreiungsaktionen der modernen Geschichte seine tapferen Soldaten ins Herz Afrikas.
Auf wundersame Weise retteten sie 103 jüdische Geiseln und brachten sie alle nach Hause, jede einzelne von ihnen.
Mein Bruder, der Kommandeur des Einsatzteams, war der einzige Soldat, der bei dieser Mission getötet wurde.
Ich möchte Uganda erneut dafür danken, dass es vor Kurzem an dem Ort, an dem Yoni fiel, eine Statue von ihm errichtet hat.
Meine Freunde,
Yonis Worte sind heute genauso wahr wie vor mehr als einem halben Jahrhundert.
Wir werden gewinnen. Wir haben keine andere Wahl.
Nie wurde dies deutlicher als am 7. Oktober 2023 – dem dunkelsten Tag in der Geschichte Israels.
Die Hamas verübte das schlimmste Massaker an Juden seit dem Holocaust. Sie ging von Haus zu Haus und erschoss israelische Zivilisten aus nächster Nähe.
An diesem schrecklichen Tag stürmten Tausende palästinensische Terroristen aus Gaza nach Israel.
Ich möchte, dass Sie wissen: Damals befand sich kein einziger Israeli in Gaza. Kein Zivilist, kein Soldat. Nicht einer!
Das spielte überhaupt keine Rolle.
Die Hamas-Terroristen verübten das schlimmste Massaker an Juden seit dem Holocaust.
Sie gingen von Haus zu Haus und erschossen israelische Zivilisten aus nächster Nähe. Sie taten dies mit teuflischer Freude. Mit sadistischer Freude übertrugen sie ihre Morde live.
Und wen ermordeten sie? Genau jene Israelis – ihre Nachbarn –, die ihnen Arbeit gaben, die palästinensische Kinder an der Grenze zu Gaza abholten und sie zur Krebsbehandlung in israelische Krankenhäuser fuhren und anschließend wieder zurückbrachten.
Können Sie sich eine solche Monstrosität vorstellen?
Diese Hamas-Monster massakrierten Holocaust-Überlebende. Sie verbrannten Babys vor den Augen ihrer Eltern bei lebendigem Leib. Sie enthaupteten unsere Männer. Sie vergewaltigten unsere Frauen brutal und ermordeten sie anschließend.
Insgesamt ermordeten sie an diesem Tag 1.200 Israelis.
Ich möchte Ihnen eine Vorstellung davon geben, was das für ein Land mit zehn Millionen Einwohnern bedeutet. Im Verhältnis entspricht dies 40.000 unschuldigen Amerikanern, die innerhalb von weniger als 24 Stunden ermordet worden wären. Das entspricht 16 Mal 9/11. Sechzehn 9/11-Anschläge, die sich nicht weit von hier ereignet hätten.
An diesem dunkelsten aller Tage erwarteten unsere Feinde, dass wir zusammenbrechen würden.
Nun, wir sind nicht zusammengebrochen. Stattdessen erhoben wir uns und kämpften wie Löwen.
Seit drei Jahren kämpfen unsere heldenhaften Soldaten Tag für Tag in einem Krieg an sieben Fronten!
Kennen Sie ein anderes Land von der Größe New Jerseys, das in der Lage wäre, einen Krieg an sieben Fronten zu führen? Und das drei Jahre lang?
Statt zusammenzubrechen, haben wir ihnen allen vernichtende Schläge versetzt. Israel hat die Hamas schwer getroffen. Wir haben die Hisbollah zerschmettert.
Sieben Fronten: Hamas, Hisbollah, die Huthis, Iran, Milizen im Irak, Milizen in Syrien und palästinensische Terroristen in Judäa und Samaria. Sie alle haben sich zusammengeschlossen, um uns vom Antlitz der Erde zu tilgen.
Sie sind gescheitert.
Denn statt zusammenzubrechen, haben wir ihnen allen vernichtende Schläge versetzt.
Gemeinsam mit unseren großartigen amerikanischen Freunden haben wir Irans Armee, Marine, Luftwaffe und Nuklearanlagen zerschlagen.
Israel hat die Hamas schwer getroffen. Wir haben die Hisbollah zerschmettert.
Erinnern Sie sich an die Pager? Nun, eines kann ich Ihnen sagen: Die Hisbollah erinnert sich ganz sicher daran.
Was ist wohl mit dem Großteil des riesigen Arsenals der Hisbollah aus 150.000 ballistischen Raketen und Raketen geschehen, die alle auf unsere Zivilbevölkerung gerichtet waren?
Sie sind weg.
Die Anführer der Hisbollah – tot. Ihr Geist – gebrochen.
Die Erzterroristen, die schlimmsten Massenmörder der Welt, die nicht nur Israelis, sondern auch Amerikaner, Briten und Bürger Dutzender Länder ermordeten – Chamenei, Deif, Sinwar, Hanija und Nasrallah – und Tausende weitere Terroristen, die uns zerstören wollten – sie sind ebenfalls alle weg.
Die verbliebenen Terroristen versuchen verzweifelt, sich neu zu formieren. Jeden Tag versuchen sie, unsere Menschen zu ermorden.
Und insbesondere versuchen sie, unsere Menschen in unserer historischen Heimat, in Judäa, zu ermorden. Übrigens stammt daher das Wort «Jude». Judäa – das ist unser Land. Sie versuchen, uns zu ermorden, Tausende von Versuchen pro Jahr, Familien, friedliche Familien, die auf den Straßen unterwegs sind. Sie schießen auf schwangere Frauen; sie schießen auf ganze Familien.
Natürlich wird nichts davon in der internationalen Presse oder in den sozialen Medien berichtet. Nichts davon. Was sie berichten, ist eine Handvoll jugendlicher Straftäter, etwa 150 an der Zahl, die Steine werfen, Olivenbäume fällen. Gelegentlich legen sie Feuer. Ich kann das nicht ertragen. Ich werde Selbstjustiz nicht dulden. Wir sind ein Rechtsstaat. Deshalb haben wir unseren Schin Bet auf sie angesetzt.
Aber das nennen sie Siedlergewalt. Und die Zahl der Opfer pro Jahr? Vielleicht zwei oder drei. In der gesamten Zeit, in der darüber gesprochen wird, vielleicht zwei oder drei Tote. Verglichen mit den Tausenden von Terroranschlägen gegen die friedlichen Siedler, ehrbare Menschen, gesetzestreue Menschen. Was für eine Verzerrung. Es ist eine Obsession. Ich höre diese Diskussion hier? Staats- und Regierungschefs sprechen ernsthaft darüber. Und sie sagen es mit solcher Wichtigkeit. «Wir können Siedlergewalt nicht hinnehmen.» Ihr wisst nicht, wovon ihr redet.
Und hören Sie, vor zwei Tagen ... Ich sage das zu meinem Kollegen Emmanuel Macron. Vor zwei Tagen, drei Tagen, wurde ein französischer Staatsbürger, Netanel Shukrun, ein Vater von sechs Kindern, erschossen, als er mit seinem 16-jährigen Sohn eine Quelle besuchte. Und ein Hamas-Terrorist in Judäa und Samaria kommt und schießt aus nächster Nähe auf ihn. Und seine letzten Worte waren: «Lauf, lauf, mein Sohn. Rette dich.»
Das war vor drei Tagen. Vor zwei Tagen wurde in Judäa und Samaria ein Reservist, ein Soldat der Reserve, Neria Leiter, von einem palästinensischen Terroristen überfahren. Er kämpft jetzt in einem Jerusalemer Krankenhaus um sein Leben.
Ich habe die Familie unmittelbar vor meinem Abflug hierher besucht.
Neria, ein Vater von vier Kindern, ist der Sohn von Yechiel Leiter, unserem herausragenden Botschafter in den Vereinigten Staaten.
Vor drei Jahren wurde Yechiels ältester Sohn Moshe, ein Vater von sechs Kindern, getötet, als er ein mit Sprengstoff präpariertes Gebäude in Gaza räumte.
Yechiel, mein Bruder, dein Schmerz ist unermesslich.
Das gesamte Volk Israel und viele Menschen außerhalb Israels beten für Nerias Leben.
Aber trotz des Schmerzes, trotz der Qual geben wir nicht nach.
In einem Beitrag kurz vor dem Angriff schrieb Neria: «Wir haben kein anderes Land. Es ist ein Privileg, es zu verteidigen.»
Israel und Amerika haben gemeinsam gehandelt, nicht nur um uns selbst zu schützen, sondern um die Zivilisation zu retten.
Neria und allen Helden Israels gebe ich ein heiliges Versprechen:
Euer Opfer wird nicht vergeblich sein. Wir werden unseren Staat weiterhin verteidigen. Wir werden weiter gewinnen. Denn wir haben keine andere Wahl.
In diesem Kampf gegen die Barbaren hatten wir keinen größeren Partner als Präsident Trump.
Ich danke ihm für seine mutige Führung. Er hat sich einer gewaltigen Gefahr für Amerika, Israel und die Welt mutig entgegengestellt.
Vor Jahrzehnten erkannte er, dass die fanatischen Ajatollahs, die «Tod Amerika! Tod Israel!» rufen, ihre wahnsinnigen Fantasien irgendwann verwirklichen würden, wenn man sie nicht herausfordert.
Deshalb haben Israel und Amerika gemeinsam gehandelt, nicht nur um uns selbst zu schützen, sondern um die Zivilisation zu retten.
Mutige amerikanische Piloten flogen gemeinsam mit mutigen israelischen Piloten Einsätze über dem Iran.
Amerika und Israel arbeiteten auch zusammen, um unsere verbliebenen Geiseln zurückzubringen.
Wir haben jeden Einzelnen von ihnen zurückgebracht.
Sie fragen: Warum gewinnen wir?
Yoni hat es einfach gesagt. Wir haben keine andere Wahl.
Während dieses langen Krieges hat unser Ziel nie gewankt: zu gewinnen!
Mit unerschütterlicher Entschlossenheit zu gewinnen. Mit unermüdlichem Mut zu gewinnen. Denn das ist Israel.
Eine Nation, die für eine Zukunft kämpft.
Links und rechts. Jung und alt. Religiös und säkular.
Haben wir unsere Differenzen?
Natürlich haben wir die. Wer hat sie nicht?
Aber in den entscheidenden Momenten, in jenen Momenten, die unser Schicksal bestimmen, stehen wir zusammen, weil das, was uns verbindet, so viel stärker ist: unsere Geschichte, unsere Werte, unser Mut.
Der Mut unserer tapferen Menschen, die 1.000 gewaltigen ballistischen Raketen standhielten, die der Iran auf unsere Städte, auf unsere Zivilbevölkerung niederregnen ließ.
Ich grüße den Mut der Menschen in Israel. Ich grüße den Mut unserer tapferen Soldaten – Juden, Christen, Drusen, Muslime. Die moralischste Armee der Welt, die IDF.
Meine Damen und Herren,
Sie sitzen hier, in diesem Saal der UN-Generalversammlung. Wissen Sie, was eine Tonne, nur eine einzige, eine ein Tonnen schwere ballistische Rakete anrichten würde, wenn sie diesen Ort träfe? Sie würde das gesamte Gelände auslöschen. Tatsächlich würden zwei solcher Raketen die UN auslöschen.
Sie können sich also vorstellen, denken Sie darüber nach, wie es wäre, wenn tausend gewaltige Raketen vom Himmel auf Ihre Städte, auf Ihre Häuser herabfielen.
Ich grüße den Mut der Menschen in Israel. Ich grüße den Mut unserer tapferen Soldaten – Juden, Christen, Drusen, Muslime. Die moralischste Armee der Welt, die IDF.
Seit drei Jahren kämpfen sie tapfer an sieben Fronten.
Aber es gibt eine achte Front in diesem Krieg. Es ist der Krieg um die Wahrheit.
Er wird in den Medien der Welt geführt und am schädlichsten in den sozialen Medien.
Mehrere ausländische Staaten haben unermessliche Milliarden ausgegeben, um Lügen über mein Land zu verbreiten.
Das erste war Katar.
Vor Jahrzehnten begann es damit, amerikanische Universitäten und toxische Medienunternehmen wie Al Jazeera massiv zu finanzieren. Das Gleiche taten sie übrigens in Europa.
Ihr Ziel war klar. Junge Menschen einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit sie Israel, Amerika und den Westen hassen.
Das ist dasselbe Katar, das die Hamas-Schlächter des 7. Oktober beherbergt.
Das jüngste Land, das zu einem Superspreader antisemitischer Lügen geworden ist, ist die Türkei. (Recep Tayyip) Erdogan ist ein Tyrann, der ebenfalls die Führer der Hamas beherbergt.
Letztlich wird das jüdische Volk, wie auf dem militärischen Schlachtfeld, siegen.
Er hat Tausende kurdische Zivilisten ermordet. Er leugnet den Völkermord an den Armeniern. Er sperrt Journalisten und Oppositionsführer ein. Tatsächlich glaube ich, dass er dabei den Weltrekord hält, und das will etwas heißen. Aber ich glaube, er ist die Nummer eins.
Er besetzt illegal Nordzypern, einen EU-Mitgliedstaat, und verstößt regelmäßig gegen die Rechte Griechenlands, eines NATO-Mitglieds.
Nun will er Syrien übernehmen.
Das ist nicht überraschend, denn er fordert fast jeden Tag die Zerstörung Israels. Er sagt, er werde Herrscher über Jerusalem sein.
Nein, mein Herr. Das werden Sie nicht. Dies ist unser Land, unsere Stadt, unsere ewige Hauptstadt.
Tyrannen auf der ganzen Welt versuchen, uns zu bedrohen; sie versuchen, unsere Entschlossenheit mit ihrer Kampagne der Lügen zu untergraben.
Aber letztlich wird das jüdische Volk, wie auf dem militärischen Schlachtfeld, siegen.
Es wird Zeit brauchen. Es wird Zeit brauchen, die Lügen zu besiegen. Es wird Zeit brauchen, bis die Welt anerkennt, was so offensichtlich zu sehen ist. Dass die Hamas palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt hat. Dass sie Krankenhäuser, Schulen und Moscheen als terroristische Kommandozentralen genutzt hat. Dass sie einen Großteil der Lebensmittel gestohlen hat, die wir nach Gaza gelangen ließen.
Während die Hamas alles tat, um palästinensische Zivilisten in Gefahr zu halten, oft unter vorgehaltener Waffe, tat Israel alles, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen.
Wir schickten Millionen von SMS und warnten Zivilisten davor, Kampfgebiete zu betreten beziehungsweise verließen Kampfgebiete.
Wir führten Millionen von Telefonaten.
Wir warfen Millionen von Flugblättern ab.
Ich möchte Ihnen einige Fragen stellen. Welches Völkermordregime verabreicht eine Million Polio-Impfungen an die Bevölkerung des Feindes? Welches Völkermordregime ermöglicht die Verteilung von zwei Millionen Tonnen Lebensmitteln in Gaza? Das entspricht einer Tonne pro Mensch.
Israel des Völkermords zu beschuldigen, ist die größte Lüge des Jahrhunderts.
Wenn Sie wissen wollen, wie groß eine Lüge ist, wenn Sie wissen wollen, wie absurd das ist, hören Sie auf Colonel John Spencer. Er leitet die Studien zu urbaner Kriegsführung an West Point. Er gilt als der weltweit führende Experte für urbane Kriegsführung.
Ich glaube, er ist heute bei uns.
Colonel Spencer hat jeden urbanen Krieg von der Antike bis in die Neuzeit untersucht, vom antiken Griechenland über Mossul bis Gaza.
Hier ist, was Colonel Spencer sagt: «Israel hat mehr getan, um zivile Opfer im Krieg zu verhindern, als jede andere Armee in der Geschichte.»
Wir haben unzählige Maßnahmen ergriffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen. Ist das Völkermord? Natürlich nicht. Es ist das Gegenteil von Völkermord.
An all jene, die diese Lügen über mein Land und unsere tapferen Soldaten verbreiten, ganz gleich, ob sie in diesem Saal sitzen oder im Büro des antisemitischen Bürgermeisters von New York City, sage ich:
Schämt euch.
Schämt euch dafür, die Fakten zu verdrehen.
Schämt euch dafür, Opfer und Aggressor zu vertauschen.
Schämt euch dafür, der Wahrheit ins Gesicht zu spucken.
Herr Mamdani, seit Sie zum Bürgermeister dieser Stadt gewählt wurden, fühlen sich viele Juden in New York nicht mehr sicher. Sie sprechen mit mir. Sie erzählen es mir. Das ist nicht die Stadt, an die wir uns erinnern. Sie hat sich so schnell verändert.
Kein Wunder.
Sie haben Kriminelle gelobt, die wegen Unterstützung der Hamas verurteilt wurden.
Sie zählen Menschen wie Hassan Piker zu Ihren Freunden, der sagte, Amerika habe den 11. September verdient.
«Amerika hat den 11. September verdient.» Was für Freunde Sie haben.
Sie laden einen palästinensischen Journalisten zu sich nach Hause ein, der Hamas-Terroristen dabei filmte, wie sie israelische Geiseln schlugen und folterten, und später zugab, dass er sich geweigert habe, die Videos zu veröffentlichen, um – Sie ahnen es – die Terroristen zu schützen!
Israel hat keinen Völkermord begangen. Israel hat einen Völkermord verhindert.
Ihre Ehefrau hat einen Beitrag gelikt, in dem das Massaker vom 7. Oktober gelobt wurde.
Sie hat einen weiteren Beitrag gelikt, in dem es hieß, Tel Aviv dürfe nicht existieren.
Sie weigerten sich, all das zu verurteilen.
Sie beschuldigen Israel fälschlicherweise und wiederholt des Völkermords.
Herr Mamdani, Sie haben versucht, mich daran zu hindern, hierherzukommen; Sie haben versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Sie können mich nicht zum Schweigen bringen. Sie können die Wahrheit nicht zum Schweigen bringen.
Und hier ist die einfache Wahrheit.
Israel hat keinen Völkermord begangen. Israel hat einen Völkermord verhindert.
Und genau das hätten Herr Mamdanis Hamas-Freunde mit uns getan, wenn wir sie nicht aufgehalten hätten. Sie hätten jeden Einzelnen von uns getötet.
Die Lügen, die Sie und andere Antisemiten über die Juden und den jüdischen Staat verbreiten, haben reale Konsequenzen.
In New York werden Juden auf dem Weg zur Synagoge bedroht. Juden wurden auf den Straßen niedergestochen. Juden werden dämonisiert. Sie werden allein deshalb angegriffen, weil sie Juden sind.
Juden wurden in Sydney, Manchester, Montreal und Boulder im US-Bundesstaat Colorado ermordet.
Sie wurden in Los Angeles, London, Paris, Berlin und Washington, D.C., angegriffen.
Die Antisemiten der Welt wollen unser Volk in Angst und Schrecken versetzen.
Ich habe eine Nachricht für sie.
Die Tage, an denen Juden schutzlose Opfer waren, die zur Schlachtbank geführt wurden, sind vorbei!
Heute haben wir einen Staat. Heute haben wir eine Armee. Heute haben wir ein Volk, das bereit und willens ist, sich selbst zu verteidigen.
Deshalb habe ich heute eine Botschaft an die Juden auf der ganzen Welt: Erhebt eure Köpfe. Seid stolz. Seid selbstbewusst. Lasst euch nicht einschüchtern. Erhebt euch.
Und an alle anderen, die Wahrheit und Gerechtigkeit verteidigen wollen: Schließt euch uns an und stellt euch gegen die Barbaren, die unsere gemeinsame Zivilisation bedrohen.
Aber ich muss offen mit Ihnen sein. Nicht alle stehen auf. Das haben wir gesehen. Denn anders als Israel gibt es einige – und zuletzt insbesondere in Westeuropa –, die sich entschieden haben, nicht aufzustehen.
Die Staats- und Regierungschefs dieser Länder haben sich entschieden, den antisemitischen Mobs nachzugeben.
Sie haben sich für Schwäche entschieden. Sie haben sich für Beschwichtigung entschieden.
Wir können der traurigen Wahrheit, die vor uns liegt, nicht ausweichen.
Viele in der freien Welt haben Angst davor, die Freiheit zu verteidigen.
Ich frage sie: Was wird diese Zukunft, was wird dieses Verhalten, was wird die Welt für euch bereithalten?
Die Bruderschaft der Demokratien oder die Muslimbruderschaft?
Wie lange wird es dauern, bis ihr erkennt, dass diese fanatischen Dschihadisten eure Wasserwege, eure Energieversorgung und eure wirtschaftliche Lebensader abwürgen?
Ich kann Ihnen versichern, meine Damen und Herren: Wir in Israel warten nicht darauf, dass andere aus ihrem moralischen Schlaf erwachen.
Wir haben keine Angst, aber ich sage Ihnen, wer Angst hat: Die Tyrannen von Teheran.
Wir schreiten voran. Wir ergreifen die Zukunft. Wir entwickeln bahnbrechende Fortschritte in Gesundheit, Landwirtschaft und künstlicher Intelligenz – «überlegener Intelligenz». Und wir bringen diese erstaunlichen Innovationen der gesamten Menschheit zugute.
Israel war noch nie so stark.
Wir haben keine Angst, aber ich sage Ihnen, wer Angst hat.
Die Tyrannen von Teheran. Sie.
Wissen Sie, wovor sie am meisten Angst haben? Vor ihrem eigenen Volk.
Vor dem mutigen iranischen Volk, das so lange so viel geopfert hat.
Das iranische Regime hat besonders dann Angst, wenn seine Bevölkerung dies besitzt. Dies ist ein Kommunikationsgerät, Starlink, das den Menschen Zugang zur Wahrheit ermöglicht, ihnen die Möglichkeit gibt, Entscheidungen zu treffen sowie Gedanken- und Redefreiheit auszuüben.
Deshalb gibt das iranische Regime Milliarden von Dollar aus, um das Internet zu zensieren.
Herr Präsident, ich werde dieses Gerät bei Ihnen lassen, damit Sie es der iranischen Delegation geben können, damit auch sie, wenn sie unweigerlich überläuft, frei ihre Geschichte in den sozialen Medien erzählen kann.
An die Demonstranten draußen und an die heuchlerischen Delegierten, die diesen Saal verlassen haben, frage ich:
Wo wart ihr, als die iranischen Tyrannen Zehntausende unbewaffnete iranische Zivilisten abschlachteten und verstümmelten? Als sie Tausende ihrer eigenen Landsleute abschlachteten und verstümmelten? Wo wart ihr?
Habt ihr Massenkundgebungen organisiert? Hungerstreiks?
Habt ihr vor der iranischen UN-Vertretung protestiert?
Habt ihr euch überhaupt für die Christen eingesetzt, die im Iran und im gesamten Nahen Osten verfolgt werden?
Nein, das habt ihr nicht getan. Denn ihr seid Schein-Menschenrechtsprotestler.
Was die Christen betrifft: Wisst ihr, dass ihre Zahl überall im Nahen Osten, wo sie verfolgt und bedrängt werden, dramatisch zurückgeht – außer an einem Ort: meinem Land, Israel, wo die christliche Gemeinschaft wächst, gedeiht und erfolgreich ist.
Tatsächlich habt ihr nicht protestiert, als wir Bethlehem verlassen haben. Als es von uns kontrolliert wurde, waren 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung Christen, und wir übergaben die Stadt der Palästinensischen Autonomiebehörde. Heute sind 80 bis 90 Prozent Muslime. Alle – die Christen wurden hinausgedrängt. Habt ihr dagegen protestiert? Habt ihr darüber gesprochen? Nichts. Nada.
Eines Tages, und dieser Tag ist möglicherweise nicht mehr fern, wird das iranische Volk frei sein.
Und ihr habt gerade nichts über den Iran gesagt. Ihr habt nichts über den Iran gesagt.
Aber ich möchte Ihnen die gute Nachricht geben.
Trotz eures Schweigens, trotz eurer Heuchelei ist es nur eine Frage der Zeit, bis im Iran etwas Unglaubliches geschehen wird. Die Macht des Volkes wird die Mächtigen überwinden.
Ich möchte, dass Sie meinen Worten aufmerksam zuhören: Eines Tages, und dieser Tag ist möglicherweise nicht mehr fern, wird das iranische Volk frei sein. Sein mörderisches Regime wird durch seine Lügen, seine Korruption und seine Grausamkeit gestürzt werden.
Dieses böse Regime wird fallen, und wir werden diesen Tag alle feiern.
Meine Damen und Herren,
die Geschichte meines Volkes, des jüdischen Volkes, reicht mehr als 3000 Jahre zurück.
Wir sprechen heute dieselbe Sprache, die wir damals gesprochen haben.
Wir leben in demselben Land, in dem unsere Vorfahren damals lebten: David, Salomo, Jesaja und Jeremia. Das ist unser Land.
Das Land Israel.
Unsere Propheten, unser Ziel und unser Volk sind einzigartig in der Geschichte.
Unsere Werte haben die Menschheit seit Jahrtausenden inspiriert.
Der Glaube an einen Gott. Die Heiligkeit des Lebens. Die Herrschaft des Rechts. Unser ewiges Streben nach Frieden. Unser ewiges Streben nach Gerechtigkeit.
Diese heiligen Werte haben uns durch die Zeitalter getragen. Diese heiligen Werte haben uns geholfen, die Widrigkeiten der Geschichte zu überwinden.
Der große amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat es vor 125 Jahren am besten gesagt. Er sagte es lange vor der Wiedergeburt des modernen jüdischen Staates, lange vor den großen Siegen der israelischen Soldaten.
Das sind seine Worte:
«Der Jude hat in dieser Welt, in allen Zeitaltern, einen wundersamen Kampf geführt und dies mit auf dem Rücken gefesselten Händen getan ...
über die Jahrhunderte hinweg scheiterten die Tyranneien, die versucht haben, uns zu zerstören, immer wieder.
Der Ägypter, der Babylonier und der Perser erhoben sich, erfüllten den Planeten mit Klang und Pracht, verblassten dann zu Traumgebilden und verschwanden ... Andere Völker sind entstanden und haben ihre Fackel eine Zeit lang hochgehalten, aber sie erlosch, und sie sitzen in der Dämmerung ...
Der Jude sah sie alle, besiegte sie alle und ist heute noch das, was er immer war, ohne Verfall, ohne Gebrechen des Alters, ohne Schwächung seines Geistes, ohne nachlassende Energie ...»
Meine Damen und Herren,
über die Jahrhunderte hinweg scheiterten die Tyranneien, die versucht haben, uns zu zerstören, immer wieder.
So Gott will, werden sie auch weiterhin scheitern.
Wenn wir unseren Mut aufbringen, wenn wir unseren Willen stählen, werden wir weiter gewinnen.
Wie die Bibel sagt: Netzach Jisrael lo jeschaker, die Ewigkeit Israels wird nicht wanken.
Und der Grund ist einfach.
Wir haben keine andere Wahl.
Ich danke Ihnen allen.
Chag Sameach le’Am Jisrael.«