Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Foto: picture alliance / AP Photo/Matthias Schrader

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat muslimische Einwanderer, die der historischen Verantwortung Deutschlands für den Holocaust nicht gerecht werden, zum Verlassen des Landes aufgefordert. »Auch diejenigen, die hier aus islamischen Ländern nach Deutschland kommen, für die gilt diese historische Verantwortung unseres Landes eins zu eins genau so«, sagte er bei einem Empfang von jüdischen Sportlern in Berlin. »Und wer sich daran nicht hält, der muss unser Land auch wieder verlassen.« 

Merz äußerte sich bei einem Empfang von Teilnehmern der Maccabiah, der jüdischen Olympischen Spiele, die alle vier Jahre in Israel stattfinden. Ein Basketball-Trainer berichtete ihm, dass die Sportler ihre roten Makkabi-Trainingsjacken mit dem Davidstern in Deutschland nicht auf der Straße tragen könnten, ohne Angriffe fürchten zu müssen.

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Merz antwortete mit einem Zitat aus einer berühmten Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker im Bundestag im Jahr 1985. Genau 40 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sagte er zu den Verbrechen der Nazis und der deutschen Verantwortung unter anderem für die systematische Ermordung von Millionen Juden: »Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.« 

Diese Sätze seien für ihn in Stein gemeißelt, betonte Merz. »Und das gilt für die gesamte deutsche Gesellschaft. Und ich füge aus gegebenem Anlass hinzu: Das gilt auch für Einwanderer, die nach Deutschland kommen«, sagte er mit Blick auf antisemitische Straftaten muslimischer Migranten. dpa

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