Nicht einmal zwei Wochen nach der Tötung seines Vorgängers hat die israelische Armee eigenen Angaben zufolge auch den neuen militärischen Führer der Hamas im Gazastreifen bei einem Angriff getötet. Mohammed Odeh sei nach monatelanger Überwachung am Dienstag in der Stadt Gaza ausgeschaltet worden, teilten Israels Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Morgen mit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten zuvor einen Angriff auf Odeh eingeräumt.
»Odeh gehörte zu den letzten hochrangigen Kommandeuren des militärischen Arms der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren«, teilten Armee und Schin Bet am Morgen weiter mit. Aus Kreisen der Hamas hieß es ebenfalls, Odeh sei getötet worden. Eine offizielle Bestätigung der Terrororganisation für dessen Tod gab es aber zunächst nicht.
Auch aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es, Odeh sowie vier Angehörige seien bei israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza ums Leben gekommen. Insgesamt habe es dabei am Dienstag sechs Tote gegeben.
Israel hatte vor rund anderthalb Wochen bereits den Tod von Odehs Vorgänger, Iss al-Din al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff bestätigt. Der israelische Verteidigungsminister Katz bezeichnete ihn damals ebenfalls als einen der Drahtzieher des Hamas-Massakers. Israelischen Angaben zufolge soll Odeh kurz nach Al-Haddads Tötung die Führung der Hamas im Gazastreifen übernommen haben. Die Hamas bestätigte das allerdings nicht offiziell.
Im Krieg zwischen Israel und der Hamas gilt offiziell seit Oktober 2025 eine Waffenruhe. Die Hamas weigert sich allerdings, sich dem Abkommen gemäß entwaffnen zu lassen. dpa/ja