Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

In der Nacht haben iranische Staatsmedien den Tod von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Die Regierung kündigte 40 Tage öffentliche Trauer an. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump den Tod Chameneis verkündet.

»Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Es sei die »größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern«, so Trump, der auch ankündigte, dass die Bombardierungen im Iran weitergehen würden, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Im Teheran war nach ersten Berichten über Chameneis Tod spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.

Lesen Sie auch

Die Revolutionsgarde des Iran droht nun mit Vergeltung. »In Kürze werden die größten militärischen Einsätze in der Geschichte der iranischen Streitkräfte gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region beginnen«, hieß es in einer Presseerklärung der Streitmacht der Islamischen Republik. »Dieses große Verbrechen wird nicht unbeantwortet bleiben und ein neues Kapitel in der Geschichte der islamischen Welt sowie des Schiismus aufschlagen.« Das Blut Chameneis werde »wie eine reißende Quelle hervorquellen und das amerikanisch-zionistische Unrecht und die Verbrechen ausmerzen«.

Präsident Trump reagierte auf die Drohungen aus dem Iran mit großer Wut. Sollte Iran nicht aufhören, würden die USA es »mit bisher ungesehener Macht« schlagen, postete er online.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

In der Nacht war die Frequenz der Angriffe auf Israel niedriger. Trotzdem wurde in Tel Aviv ein Gebäude direkt getroffen, wobei eine Frau starb und 20 Menschen verletzt wurden. Seit den frühen Morgenstunden müssen die Israelis wieder in die Bunker.

Am Morgen gab es zudem Meldungen über schwere Explosionen in Dohar. Seit Samstag greift der Iran immer wieder auch Golfstaaten wie Katar und Bahrain an, wo sich US-Stützpunkte befinden. Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain entstand Sachschaden, teilte das dortige Innenministerium auf X mit. Zuvor hatten bereits die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten Einschläge gemeldet. Mehrere arabische Länder haben Irans Angriffe scharf verurteilt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Israel setzt Luftangriffe fort

Neben den USA hat auch die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Sonntag weitere Angriffswellen im Iran geflogen. Ins Visier genommen wurden dabei Abschussstellungen für ballistische Raketen sowie die Luftabwehrsysteme, wie die Armee mitteilte.

Sitzung der Atombehörde

Auf Antrag Russlands soll es am Montag in Wien eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) geben, wie die Organisation mitteilte. Zuvor hatte bereits der Iran unter Verweis auf eine »Bedrohung« der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung gefordert.

Im Iran soll nach dem Tod Chameneis vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Regierungsberater der Nachrichtenagentur Mehr. ja,dpa

Jerusalem

Isaac Herzog: Wir verändern die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens

»Es ist eine Lektion für die Welt, dass man Grausamkeit mit viel Anstrengung und Stärke begegnen muss, ohne mit der Wimper zu zucken«, sagt Israels Präsident

 11.03.2026

Nahost

Nächtliche Angriffe und neue Spannungen in der Region: Iran feuert Raketen auf Israel

Die Lage im Überblick

 11.03.2026

Krieg

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, »ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen«, kündigte der israelische Regierungschef an

 10.03.2026

Jerusalem

Israels Außenminister: Wir wollen keinen endlosen Krieg

Wann die Ziele im Krieg mit dem Iran erfüllt sind, wolle Israel mit den US-Partnern abstimmen, sagte Gideon Saar

 10.03.2026

Cyberkrieg

Vom Iran im Netz für tot erklärt

Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen

von Sabine Brandes  10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026