Beirut

Hisbollah: Angriffe auf Tel Aviv bei neuen Attacken Israels

Auch im libanesischen Dorf Arnoun griffen die IDF am Montag die Hisbollah an. Foto: picture alliance/dpa

Während laufender Verhandlungen in den USA zum Krieg im Libanon hat die Terror-Miliz Hisbollah mit neuen Angriffen auf die israelischen Metropolen Tel Aviv und Haifa gedroht. Solche Attacken würden erfolgen, sollte Israel wieder Beirut und dessen Vororte sowie die Bekaa-Ebene im Libanon angreifen, sagte der Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati dem katarischen TV-Sender Al Araby.

Seit dem 8. Oktober 2023 beschießt die Terrororganisation Israel mit Raketen. Der jüdische Staat reagiert, um seine Bevölkerung zu schützen, während die Hisbollah Vereinbarungen nicht einhält und ihre Attacken fortsetzt. Auch in Beirut nehmen die israelischen Streitkräfte Terroristen ins Visier.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montag mit neuen Angriffen im Raum Beirut gedroht, wenn die mit dem Iran verbündete Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstelle.

Direkte Verhandlungen

»Die Hisbollah akzeptiert nichts weniger als ein umfassendes Kriegsende«, sagte Hisbollah-Funktionär Bilal Lakkis. Die schiitische Organisation werde auch nicht zulassen, dass sich Israels Armee im Libanon frei zu Land, Luft oder Wasser bewegen könne und dass Israel eine »Realität der Besatzung im Süden des Libanons« schaffen wird. 

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In Washington laufen derzeit direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon. Im Zuge der US-Vermittlung war im April eine Waffenruhe verkündet worden, die formell zwischen Israel und dem Libanon gilt. Die Hisbollah ist aber nicht an den Gesprächen beteiligt. Ihr erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.

Die Verhandlungen sollten heute fortgesetzt werden, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Ziel sei es, sich von »Misserfolgen der vergangenen 20 Jahre« zu verabschieden und ein umfassendes Abkommen zur Souveränität des Libanons und zur Sicherheit Israels zu erreichen. Der libanesische Staat ist nicht Konfliktpartei im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah.

Angestrebte Entwaffnung

Libanesischen Regierungskreisen zufolge soll es beim Treffen am Mittwoch auch um einen schrittweisen Abzug von Israels Truppen aus dem nördlichen Nachbarland, um die Stationierung der libanesischen Armee und eine Festigung der Waffenruhe gehen. Die USA erwägen, die staatliche libanesische Armee auszubilden als Teil einer angestrebten Entwaffnung der Hisbollah, wie der israelische Sender Kan unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete. Offiziell bestätigt sind diese Pläne nicht. 

Israelische Bodentruppen waren vor einigen Tagen im Libanon nördlich des Litani-Flusses vorgedrungen, der im Konflikt als wichtige Trennlinie gilt. Die Truppen führten dort Einsätze gegen die Terror-Infrastruktur durch, teilte Israels Armee mit. Sie habe nördlich des Flusses bisher mehr als 100 Luftangriffe geflogen und Hunderte Waffen in Wohnhäusern entdeckt. dpa/ja

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