Der Flugverkehr am Ben-Gurion-Flughafen zwischen Lod und Tel Aviv könnte schon bald massiv eingeschränkt werden – nicht etwa durch iranischen Beschuss, sondern durch die schiere Zahl amerikanischer Militärflugzeuge auf israelischem Boden. Das geht aus einem Bericht des Nachrichtensenders N12 hervor.
Hintergrund ist der eskalierende Konflikt zwischen den USA und Iran, der die israelische Luftfahrt zunehmend unter Druck setzt. Am Montag kam es deshalb zu einem Krisentreffen am Flughafen, an dem Verkehrsministerin Miri Regev sowie die Generaldirektoren des Verkehrsministeriums und der Flughafenbehörde teilnahmen. Das Ergebnis der Beratungen: Die Anzahl amerikanischer Tankflugzeuge an israelischen Flughäfen droht ausgerechnet in einer der verkehrsreichsten Reisezeiten zu Flugausfällen zu führen.
Sollten sieben weitere US-Tankflugzeuge am Ben-Gurion-Flughafen stationiert werden, wie von den amerikanischen Streitkräften angestrebt, würde sich deren Gesamtzahl auf 40 erhöhen. In diesem Fall müssten ab dem 1. August täglich 30 Flüge gestrichen werden – mit der Folge, dass rund 5000 Passagiere pro Tag ohne Flugverbindung dastünden.
<strong>Weitere Flughäfen ebenfalls betroffen</strong>
Nicht nur der Ben Gurion Airport steht unter Druck: Auch der Ilan-und-Assaf-Ramon-Flughafen bei Eilat beherbergt derzeit 28 amerikanische Maschinen. Mehr als zehn zusätzliche Tankflugzeuge sind zudem auf Stützpunkten der israelischen Luftwaffe im ganzen Land stationiert.
Bereits in der vergangenen Woche hatte das Verkehrsministerium angekündigt, die Zahl der US-Tankflugzeuge am Ben-Gurion-Flughafen bis zum 21. Juli auf die vereinbarte Obergrenze von 20 zu reduzieren. Die überzähligen Maschinen sollten auf vom Verteidigungsministerium bestimmte Stützpunkte der israelischen Armee verlegt werden.
Diese Maßnahme, so hieß es, solle notwendige militärische Operationen weiterhin ermöglichen, gleichzeitig aber die Kontinuität des zivilen Flugverkehrs sichern und Störungen sowie Ausfälle – besonders während der Sommerreisezeit, wenn Zehntausende Israelis ins Ausland fliegen – so gering wie möglich halten.
Laut N12 rechnet das Verkehrsministerium inzwischen jedoch nicht mehr mit einer Verlegung der Tankflugzeuge. Stattdessen bereite man sich auf die Ankunft weiterer Maschinen vor. im