Hilfe
Israels größte humanitäre Hilfsorganisation IsraAID hat auf den Ebola-Ausbruch in Afrika reagiert. Medienangaben zufolge wurden bisher mehr als 250 Todesfälle registriert. Besorgniserregend ist, dass es gegen die aktuelle Variante des Virus weder Impfstoff noch Behandlungsmöglichkeiten gibt. IsraAID verstärkt deshalb in ugandischen Flüchtlingslagern an der Grenze zum Kongo Präventionsmaßnahmen, verteilt Schutzausrüstung und Hygieneartikel und informiert über Ansteckungsrisiken. »Dieser Ausbruch bereitet uns große Sorge. Wir müssen gemeinsam handeln, um die Ausbreitung von Ebola zu stoppen und die betroffenen Gemeinschaften zu unterstützen«, sagt Tali Groshaus, Direktorin für Notfallhilfe und Einsätze bei IsraAID.
Liebe
Mehr als zwei Jahre hat Eitan Horn in der Gewalt der Hamas verbracht. Heute blickt der 40-Jährige nach vorn und sucht die Liebe. »Ich möchte eine Frau finden und mit ihr eine Familie gründen«, sagte er in einem Fernsehinterview. Ob ihm seine Bekanntheit dabei hilft, weiß er nicht. Viel wichtiger sei ihm etwas anderes: »Sie muss mich zum Lachen bringen.« Nach 738 Tagen als Geisel in den Tunneln von Gaza suche er keine Perfektion, sondern Humor und Lebensfreude. Er könne auch mit einem ganz unterschiedlichen Lebensstil umgehen, sagte Horn. Der gebürtige Argentinier liebt Fleisch vom Grill, würde aber »auch mit einer Veganerin ausgehen«. Nach allem, was er erlebt hat, möchte er vor allem eines: ein neues Leben aufbauen – und das am liebsten nicht allein.
Tempelberg
Israels aschkenasischer Oberrabbiner Kalman Ber hat bekräftigt, dass Juden der Halacha zufolge den Tempelberg nicht betreten dürfen. Das Areal sei nach Ansicht aller großen Toragelehrten tabu, betonte er. Es gilt als heiligster Ort des Judentums und als einer der heiligsten des Islam. Während das Oberrabbinat Juden den Aufenthalt auf dem Tempelberg seit Jahrzehnten untersagt, sind einige religiös-zionistische Rabbiner inzwischen der Auffassung, ein Besuch sei erlaubt oder sogar geboten. Zu den Befürwortern zählt auch der rechtsextreme Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der immer wieder dort betet.
Geburtstag
Anlässlich des 115. Geburtstags des langjährigen Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek rückt ein besonderes Kunstwerk in den Fokus: Die deutsche Künstlerin Richild Holt fertigte 1992 während einer Sitzung ein Ölgemälde von ihm an. Es gilt als das einzige Porträt Kolleks, für das er Modell saß.
Musik
Überall taucht derzeit dasselbe Lied auf: »Self Aware« von Temper City. Es ist die erste israelische Band, die es in die US-amerikanischen Charts geschafft hat. Inzwischen ist der Song häufig auch in Deutschland zu hören, am 31. Mai kletterte er auf Platz fünf der deutschen Charts. Zwei der drei Musiker Chen Cordoba, Aviv Bernholz und Eitan Peled kommen aus Holon, einer Kleinstadt südlich von Tel Aviv, die bislang nicht durch internationale Erfolge von sich reden machte.