Diplomatie

Frankreich verbietet Bezalel Smotrich die Einreise

Finanzminister Bezalel Smotrich von der Religiös-zionistischen Partei Foto: copyright (c) Flash90 2024

Frankreich hat gegen Israels rechtsextremen Finanzminister Bezalel Smotrich wegen der Siedlungspolitik im Westjordanland ein Einreiseverbot erlassen. Wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot mitteilte, sei das Einreiseverbot im Zusammenhang mit neuen Sanktionen ergangen, die Frankreich wegen der Siedlungspolitik gemeinsam mit Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen verhängt habe. Es gehe darum, extremistische Siedler für Gewalt gegen palästinensische Zivilisten zur Rechenschaft zu ziehen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenministerien der beteiligten Länder. 

Gewalttätige extremistische Siedler führten demnach mit Unterstützung ihrer Anhänger weiterhin Angriffe gegen Palästinenser durch und verletzen deren Menschenrechte. Sie griffen zu Gewalt, um Palästinenser zu vertreiben, ihr Eigentum zu zerstören und die illegale Besiedlung fortzusetzen, was die Lebensfähigkeit des Staates Palästina und die Aussichten auf ein friedliches Zusammenleben gefährdete, hieß es in der Erklärung.

Lesen Sie auch

Paris erlässt Einreiseverbot gegen Smotrich

Das Einreiseverbot gegen den israelischen Finanzminister begründete Barrot damit, dass Smotrich sich für die Annexion des Westjordanlands sowie die Errichtung neuer Siedlungen dort einsetze. Außerdem strebe Smotrich eine Wiederbesiedlung des Gazastreifens an, aus dem Israel sich vor mehr als 20 Jahren zurückgezogen hatte.

»Dies ist eine Politik, die die überwiegende Mehrheit der internationalen Gemeinschaft, die fest an der Zwei-Staaten-Lösung festhält, nicht akzeptieren kann«, schrieb Barrot auf X. Das Einreiseverbot gilt außer für den Minister auch für vier Verantwortliche von Siedlerorganisationen und einundzwanzig gewalttätige Siedler.

Israel wies die neuen Sanktionen entschieden zurück und sprach von anti-israelischen Maßnahmen, die den Antisemitismus in den entsprechenden Ländern weiter anheizen. Die Sanktionen seien ein Versuch, eine politische Haltung zum israelisch-palästinensischen Konflikt sowie zum Recht der Juden, sich im Land Israel niederzulassen, durchzusetzen – getarnt als Maßnahmen gegen Gewalt. dpa

Tel Aviv

Sasha Troufanov und Sapir Cohen: Emotionale Hochzeit zweier ehemaliger Geiseln in Israel

»Ihr wart die ganze Zeit an unserer Seite. Vielen Dank. Ich liebe euch«, sagte der Bräutigam unter der Chuppa. Unter den Gästen war auch Israels Präsident Isaac Herzog

 06.07.2026

Jerusalem

Netanjahu widerspricht Vance: Israel hat »sehr viele Freunde«

Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance behauptet, dass die USA der einzige internationale Verbündete Israels seien. Der israelische Präsident entgegnete, dass die internationalen Beziehungen des Landes deutlich besser seien, als es der öffentliche Eindruck vermuten lasse

 06.07.2026

Jerusalem

Israel stellt Unterstützungs-Programm für Überlebende des Nova-Festivals bereit

60 Millionen Schekel will die israelische Regierung investieren, damit Betroffene bis mindestens 2028 kontinuierlich betreut und rehabilitiert werden

 06.07.2026

Gesundheit

Rezept gegen die Pillen

Neue Vorschriften sollen den Missbrauch opioidhaltiger Medikamente eindämmen. Israel führt weltweit beim Pro-Kopf-Konsum

von Sabine Brandes  05.07.2026

Ehemalige Geiseln

Wenn aus Ketten Freudentänze werden

Hennafeier von Eliya Cohen und Ziv Abud: Das Paar feiert seine Liebe und bereitet sich auf die Hochzeit im August vor

von Sabine Brandes  03.07.2026

Wirtschaft

So viele Millionäre gibt es in Israel

Ein Überblick

von Sabine Brandes  03.07.2026

Kriminalität

Vier Tote in 24 Stunden

Nur 12 Prozent aufgeklärt: Israels arabische Gemeinde sieht sich einer immer weiter eskalierenden Welle der Gewalt gegenüber

von Sabine Brandes  03.07.2026

Gazastreifen

Israelische Armee tötet Entführer von Daniel Perez

Muhammad Na’im Jandiya überfiel mit einer Nukhba-Einheit den Kibbuz Nahal Oz

 03.07.2026

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026