Westjordanland

Festnahmen nach Angriff auf palästinensischen Hirten

Ein palästinensischer Viehmarkt im Westjordanland Foto: copyright (c) Flash90 2025

Nach einem gewaltsamen Übergriff auf einen palästinensischen Hirten im Süden des Westjordanlands haben israelische Sicherheitskräfte fünf Siedler festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, in der Nacht in das Haus des Schäfers eingedrungen zu sein, mehrere seiner Schafe getötet und andere Bewohner angegriffen zu haben.

Wie israelische Medien berichten, ereignete sich der Vorfall in der Ortschaft Samu in den südlichen Hebron-Bergen. Polizei und Armee wurden alarmiert, nachdem Meldungen über einen Angriff aus der nahegelegenen Siedlung Susya eingegangen waren. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie mehrere Angreifer in den Pferch eindringen und mit offenbar metallenen Stangen auf die Tiere einschlagen. Kurz darauf bricht das Videomaterial ab, nachdem einer der Männer die Kamera außer Gefecht gesetzt haben soll.

Lesen Sie auch

Später aufgenommene Bilder zeigen mindestens ein Schaf blutüberströmt und reglos am Boden. Arabischen Medien zufolge gehört die Herde einem Mann namens Mahmoud al-Daghameen. Demnach bewarfen die Angreifer auch sein Wohnhaus mit Steinen und zerstörten Fenster.

Bei dem Übergriff wurden nach Angaben von Polizei und Armee drei Palästinenser mit Pfefferspray verletzt, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Im Anschluss durchsuchten die Sicherheitskräfte ein nahegelegenes Gelände, das den Angreifern zugerechnet wird. Dabei sei »umfangreiches Beweismaterial« sichergestellt worden.

Die fünf Festgenommenen wurden zur weiteren Vernehmung an die Polizei überstellt. Die Ermittlungen dauern an. im

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

TV-Tipp

Doku zeigt das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

von Manfred Riepe  17.06.2026

Wonderwerk-Höhle

Forscher finden älteste Spuren gezielter Feuernutzung

Auch die israelische Wissenschaftlerin Liora Kolska Horwitz von der Hebräischen Universität Jerusalem ist an der bahnbrechenden Entdeckung beteiligt

 17.06.2026

Jerusalem

Likud verzichtet auf Wahlkampf mit Trump-Nähe als zentralem Thema

Parteistrategen meinen, dass Benjamin Netanjahus Verbindung zum amerikanischen Präsidenten dem Ministerpräsidenten keinen Vorteil verschaffen würde. Hintergrund ist der neue Iran-Deal

 17.06.2026

Tel Aviv

Israelischer Luftwaffenchef: Geplanter Großangriff auf Iran kurz vor Start gestoppt

Generalmajor Omer Tischler sagt, die Einsatzkräfte seien bereits vollständig für die Mission vorbereitet gewesen

 17.06.2026

Kommentar

Der Judenhass hat Platz genommen

Die neuen RIAS-Zahlen sind alarmierend. Und sie zeigen einmal mehr eindrücklich: Antisemitismus ist kein Minderheitenproblem und ganz sicher nicht nur ein Judenproblem. Er ist ein Demokratieproblem

von Nelly Eliasberg  17.06.2026

Dokumentation

Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran im Wortlaut

Der saudische Sender »Al Arabiya English« hat das Memorandum of Understanding zwischen Teheran und Washington veröffentlicht

 17.06.2026

Westjordanland

Smotrich will Hebron-Abkommen kündigen – Außenministerium widerspricht

Seit 1997 regelt die Vereinbarung die Teilung der Stadt. Jetzt will der Finanzminister daran rütteln.

von Sara Lemel  16.06.2026

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026