Israelischen Medienberichten zufolge will die Regierung in Jerusalem es eingewanderten Psychologinnen und Psychologen erleichtern, in Israel zu praktizieren. Dem Plan zufolge sollen die für die Zulassung zuständigen Beamten flexibler agieren können bei der Bewertung von Psychologieabschlüssen, klinischer Ausbildung und Berufserfahrung, die außerhalb Israels erworben wurden.
Gemäß der von Gesundheitsminister Haim Katz (Likud) und Einwanderungsminister Ofir Sofer (National Union–Tkuma) eingebrachten und am Sonntag verabschiedeten Vorlage, können die Genehmigungsbehörden Unterschiede in den psychologischen Trainingsprogrammen zwischen den Ländern berücksichtigen und ausländische Qualifikationen als den israelischen Anforderungen gleichwertig anerkennen, wenn sie den gesetzlichen und beruflichen Standards entsprechen.
Etwa 50 Psychologen aus der ganzen Welt haben sich bereits in diesem Jahr beworben, um nach Israel einzuwandern und ihren Beruf auszuüben, hieß es aus den beiden zuständigen Ministerien. Die neue Richtlinie werde es den Berufskammern ermöglichen, die Referenzen zu überprüfen, noch bevor die neuen Olim im Land ankommen.
»Heute braucht der Staat Israel mehr denn je Fachleute für psychische Gesundheit.« Ofir Sofer, Einwanderungsminister
»Heute braucht der Staat Israel mehr denn je Fachleute für psychische Gesundheit«, sagte Einwanderungsminister Sofer. »Einwanderung bringt qualitativ hochwertiges und erfahrenes Humankapital mit, und es ist unsere Pflicht, unnötige Barrieren zu beseitigen, die verhindern, dass sich Fachleute in ihren Beruf integrieren.«
Der Schritt folgt auf ähnliche Bemühungen, Lizenzbarrieren für andere regulierte Berufe zu beseitigen, berichtet die »Times of Israel«. Hintergrund sei auch ein weit verbreiteter Mangel an Psychologen, die gebraucht werden, um mit der Krise der mentalen Gesundheit der israelischen Bevölkerung seit dem 7. Oktober 2023 fertig zu werden. ja