München

Wadephul trifft Charlotte Knobloch nach Morddrohung

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Foto: picture alliance/dpa

Außenminister Johann Wadephul ist nach der Morddrohung gegen Charlotte Knobloch zu einem Solidaritätsbesuch mit der Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zusammengekommen. Der CDU-Politiker traf die 93-Jährige zu Beginn eines Besuches in München. Im Anschluss wollte Wadephul die Zentrale des Goethe-Instituts in der bayerischen Hauptstadt besuchen und an einer Sitzung des Kabinetts von Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder teilnehmen.

Knobloch, Vorkämpferin gegen Antisemitismus und frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt eine Morddrohung erhalten. Der Antisemitismusbeauftragte bei der Generalstaatsanwaltschaft München, Oberstaatsanwalt Andreas Franck, erklärte, er habe Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Sachbeschädigung eingeleitet.

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Ein Zeuge hatte am Donnerstag vergangener Woche auf einer Parkbank und einem Mülleimer im Englischen Garten der Landeshauptstadt die hingeschmierte Drohung entdeckt und die Polizei informiert, wie das Polizeipräsidium mitteilte.

Die Gewaltandrohung stand in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. Knobloch hatte daraufhin ihre Teilnahme an einer Veranstaltung abgesagt. Laut Franck zählte zu den Schmierereien unter anderem ein Davidstern. dpa

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