Berlin

Neuer Gedenkstein für Margot Friedländer

Ein Stein mit dem Bild von Margot Friedländer wird bei einer Gedenkveranstaltung der Klasse 10C der Max-von-Laue-Oberschule am 105. Geburtstag der Ehrenbürgerin Margot Friedländer auf ihr Grab gelegt. Foto: picture alliance/dpa

Die NS-Zeitzeugin Margot Friedländer (1921-2025) ist am Donnerstag mit einem Gedenkstein auf ihrem Grab in Berlin-Weißensee geehrt worden. Der etwa handtellergroße Stein trägt ein Porträt der Holocaust-Überlebenden, die 2025 starb. Er wurde von einem Schüler gestaltet. Der Gedenkstein soll laut der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin an das Leben, Wirken und Vermächtnis der Zeitzeugin erinnern.

Friedländer wäre am Donnerstag 105 Jahre alt geworden.

Auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee legten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie der Vorstand der Gesellschaft eine Kopie des Steins nieder. Das Original wird in einer Vitrine im Ausstellungsbereich in der Synagoge Pestalozzistraße ausgestellt.

Für religiösen Dialog

Friedländer engagierte sich lange als Zeitzeugin für die Aufarbeitung der NS-Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Holocaust-Überlebende mit ihrem Mann zunächst nach New York. Im Alter von 88 Jahren kehrte sie jedoch 2010 zurück nach Berlin und besuchte bis zu ihrem Tod unzählige Schulen. 2011 wurde sie für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin wurde nach eigenen Angaben am 24. November 1949 gegründet. Sie setzt sich für das Verständnis, die Zusammenarbeit und den religiösen Dialog zwischen Juden und Christen ein. epd

Frankfurt

Transparentes Haus

Die Jüdische Akademie des Zentralrats will ihren Besuchern ein vielseitiges Angebot machen

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Düsseldorf

Ein Abend voller Sorge und Hoffnung

Die Jüdische Gemeinde ehrt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille

von Stefan Laurin  04.11.2026

Tel Aviv

Premiere für Andrea Kiewel

Andrea Kiewel überrascht sich selbst und überwindet ihre Scheu vor dem Widerspruch – wegen Halloween

von Andrea Kiewel  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026