Die Sanierung von Fassaden- und Dachschäden am Museum Synagoge Gröbzig bei Köthen (Anhalt) kann beginnen. Lotto Sachsen-Anhalt und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz werden dafür insgesamt 44.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellen, teilte eine Lotto-Sprecherin am Dienstag in Magdeburg mit. Das klassizistische Baudenkmal entstand 1796 und ist seit 1934 als Heimatmuseum in kommunaler Hand. Dieses werde seit Februar 2018 vom Museumsverein Gröbziger Synagoge e.V. betrieben, hieß es.
»Nachdem wir vor einem Jahr unsere neue Dauerausstellung eröffnet haben, kommt es jetzt darauf an, dass das Dach der Synagoge dicht wird, um hier künftig Veranstaltungen ganzjährig anzubieten«, sagte Museumsleiterin Anett Gottschalk. Durch Schäden im Dach dringe aktuell Wasser ein. Ebenfalls bilden sich vermehrt Risse in der Fassade, hieß es. Dank der Fördermittel sei nun die Aufnahme der Bauarbeiten möglich, sagte Gottschalk.
Angebote auch für Schulklassen und Ausstellungen
»Mit unermüdlichem Engagement bewahrt hier ein Verein ein Stück Zeitgeschichte und informiert umfassend über jüdisches Leben«, sagte Lotto-Geschäftsführer Stefan Ebert. Neben dem Museumsbetrieb und museumspädagogischen Angeboten etwa für Schulklassen fänden im früheren Gotteshaus auch kulturelle Veranstaltungen, Gottesdienste, Ausstellungen und Workshops statt. Es sei Lotto »ein Herzensanliegen«, die Bemühungen um gute Bedingungen im Museum zu unterstützen, sagte Ebert. epd