Extremismus

»Es ist eine historische Verantwortung«

Foto: dpa

Der designierte erste Militärrabbiner der Bundeswehr, Zsolt Balla, sieht in seinem neuen Amt eine »historische Verantwortung«. Er hoffe, dass durch dieses neue Amt nicht nur die Angehörigen der Bundeswehr erreicht werden können, »sondern auch die deutsche Bevölkerung«, sagte Balla am Montag dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Er wünsche sich, dass jüdische Soldaten in Deutschland »eines Tages« ebenso selbstverständlich seien wie in den Streitkräften der USA und Niederlande oder von Frankreich und England.

»Wenn wir anerkennen, dass wir ein Problem haben, haben wir die Möglichkeit, diese Probleme zu bekämpfen.«

Mit Blick auf rechtsextremistische oder antisemitische Haltungen und Umtriebe in der Bundeswehr sagte der designierte Militärrabbiner: »Wenn wir anerkennen, dass wir ein Problem haben, haben wir die Möglichkeit, diese Probleme zu bekämpfen.« Antisemitismus und jede Art von Hass gegen Minderheiten werde man in einer Gesellschaft »niemals für immer« komplett ausmerzen können. Mit Gesprächen, guter Arbeit und im Austausch aber könne man »diese Tendenzen mindestens isolieren«, sagte er dem Radiosender Bayern2.

Balla wird der erste Militärrabbiner seit 100 Jahren beim deutschen Militär. Der 42-Jährige wird an diesem Montag in sein Amt eingeführt. Seine Aufgaben als Gemeinderabbiner in Leipzig sowie als Landesrabbiner von Sachsen wird er weiterhin ausüben.

Künftig soll es weitere Militärrabbiner bei der Bundeswehr geben. Neben ihrer Aufgabe als Truppenseelsorger für jüdische Soldatinnen und Soldarten sollen sie allen Bundeswehr-Angehörigen als Ansprechpartner für das Judentum zur Verfügung stehen. epd

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026