Jüdische Kulturtage Rheinland

»Land der Vielfalt«

Am Sonntag haben in Düsseldorf die vierten Jüdischen Kulturtage im Rheinland begonnen. Unter dem Motto »angekommen – jüdisches (er)leben« präsentiert sich die Vielfalt der jüdischen Kultur bis zum 22. März unter anderem mit Ausstellungen, Filmen, Lesungen und Musik.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat »nach wie vor ein hohes Vertrauen« in die Bundesrepublik. »Wir sind angekommen, wir bleiben. Wir leben hier unser jüdisches Leben«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster bei der Eröffnung.

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Die Kulturtage zeugten von einer »Einzigartigkeit, wie sie gerade entsteht, wenn sich über Jahrhunderte Kulturen immer wieder neu vermischt haben – ohne die eigene Tradition, die eigene Religion zu verlieren«, erklärte Schuster. 15 Städte, darunter Aachen, Düsseldorf und Essen, der Rhein-Sieg-Kreis, der Landschaftsverband Rheinland und neun jüdische Gemeinden bieten den Angaben zufolge über 360 Veranstaltungen an.

Der nordrhein-westfälische Sozial- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) betonte, jüdisches Leben und jüdische Kultur trügen dazu bei, »dass NRW heute ein Land der Vielfalt« sei. 70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz sei es besonders beschämend, dass es immer wieder Anschläge auf Synagogen und Terrorattentate wie in Paris oder Kopenhagen gebe. epd

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

von Christine Schmitt  26.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026