Der Jüdische Juristenverband in Deutschland (JJVD) wurde am Dienstag in Berlin vom Verein »startsocial« für sein zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Zusammen mit 24 weiteren Projekten wurde der Verband für die Sonderehrung aus 100 Initiativen ausgewählt, die zuvor ein viermonatiges Beratungsstipendium erhalten hatten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist Schirmherr von startsocial und war bei der Veranstaltung zur Auszeichnung der Initiativen im Bundeskanzleramt anwesend.
Zuvor sagte der CDU-Politiker laut Pressemitteilung: »Ohne Zusammenhalt könnte unsere demokratische, freie Gesellschaft nicht fortbestehen.« Deswegen begrüße er es, »dass startsocial es sich zum Ziel gesetzt hat, soziale Initiativen systematisch zu stärken – mit Hilfe von Profis aus der Wirtschaft«. Zu den Förderern von starsocial gehören unter anderem die Deutsche Bank, Amazon Deutschland und das Beratungsunternehmen McKinsey.
Julia Bešlin, Vorsitzende des Jüdischen Juristenverbands, sagte dieser Zeitung: »Die Auszeichnung als eine der 25 herausragenden ehrenamtlichen Initiativen Deutschlands ist für den JJVD eine große Anerkennung unserer Arbeit für jüdisches Leben, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte.« Die Würdigung bestärke den Verband darin, sein »ehrenamtliches Engagement weiter auszubauen« und zeige, »wie wichtig zivilgesellschaftliche Netzwerke gerade in der heutigen Zeit sind«, so die Richterin aus Frankfurt am Main.
Sonderpreis für Sportverein SV Triebel
Der Beirat von starsocial zeichnete zudem sieben der 25 Initiativen zusätzlich als »Bundespreisträger« aus und bedachte sie mit einem Preisgeld von 35.000 Euro. Der Sportverein SV Triebel aus Sachsen erhielt zusätzlich einen Sonderpreis. Bis zum 10. Juli können sich soziale Initiativen für die nächste Ausschreibungsrunde des Beratungsstipendiums von startsocial bewerben.
Der Jüdische Juristenverband in Deutschland wurde vergangenes Jahr im März in Frankfurt am Main gegründet und hat laut eigenen Angaben 31 Mitglieder. Der Verband schreibt auf seiner Website, dass er eine Plattform »für den Austausch, die Vernetzung und die Förderung jüdischer Perspektiven im juristischen Diskurs« sein wolle und sich »für Gleichheit, Gerechtigkeit und den Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung in allen Formen« einsetze. js