Berlin

Jüdisches Krankenhaus sucht weiter nach neuem Träger

Das Jüdische Krankenhaus Berlin Foto: picture alliance/dpa

Für das seit Dezember insolvente Jüdische Krankenhaus Berlin wird weiter nach einem neuen Träger gesucht. Das zuständige Amtsgericht Charlottenburg hat demnach Anfang März entschieden, dass das Haus in Berlin-Wedding zunächst im Eigenverwaltungsverfahren gerettet werden soll. »In den nächsten Wochen liegt unser Fokus darauf, eine geeignete Fortführungslösung für das Haus zu finden«, erklärte die Vorstandsvorsitzende Brit Ismer am Mittwoch in Berlin.

Unterstützt werde das Verfahren von Experten einer auf Restrukturierungsmaßnahmen und Insolvenzen spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei. Eine Vertreterin der Kanzlei erklärte, das Krankenhaus saniere sich in einer »anspruchsvollen Marktlage«: »Trotzdem erfahren wir die Gespräche mit potenziellen Investoren, politischen Akteuren und wirtschaftlichen Vertretern als zugewandt und konstruktiv. Das stimmt uns zuversichtlich.«

Die Patientenversorgung läuft demnach in dem Prozess wie gewohnt und vollumfänglich weiter. Auch die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden blieben gesichert, heißt es.

Lesen Sie auch

Fast 270-jährige Geschichte

Träger des Krankenhauses mit seiner fast 270-jährigen Geschichte ist eine 1963 von der Jüdischen Gemeinde und dem Land Berlin gegründete Stiftung. Das Haus hat rund 820 Mitarbeitende und 384 Betten.

In finanzielle Schieflage geriet es den Angaben zufolge unter anderem durch die Krankenhausreform und Kostensteigerungen. Zudem konnte ein 60 Millionen Euro teurer Neubau wegen eines Wassereinbruchs nicht in Betrieb genommen werden. Ein erster Teilabschnitt soll nun im zweiten Quartal dieses Jahres bezogen werden, heißt es. epd 

Jüdische Gemeinden

Das neue angstvolle »Normal«

Wie haben sich der 7. Oktober 2023 und die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten ausgewirkt? Der neue Lagebericht des Zentralrats der Juden in Deutschland

von Katrin Richter  01.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  01.05.2026

Berlin

CDU-Präsidium tagt in Chabad-Synagoge

Die Parteispitze will damit ein Zeichen setzen

 01.05.2026

Berlin

Tanzen, trotz allem

Der Israeltag am Wittenbergplatz setzte ein Zeichen der Solidarität, der Lebensfreude – aber auch der Sorge

von Christine Schmitt  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Erinnerung - 20 Jahre ohne Paul Spiegel

Zum 20. Todestag von Paul Spiegel

Als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland stand er für Dialog, Klarheit und Verantwortung. Ein Video erinnert an sein Vermächtnis – und daran, warum seine Stimme heute fehlt.

von Jan Feldmann  30.04.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 30. April bis zum 7. Mai

 29.04.2026

Düsseldorf

Zwei Familien, eine Freundschaft

Die Rubinsteins und die Spiegels erlebten wichtige Momente gemeinsam. Erinnerungen an einen Freund

von Herbert Rubinstein  29.04.2026

Erinnern

»Paul, du fehlst«

Vor 20 Jahren am 30. April starb Paul Spiegel. Als Zentralratspräsident hat er das Land geprägt und sich für Verständigung eingesetzt. Wie würde er auf das Heute blicken? Gedanken von Gisèle Spiegel

von Gisèle Spiegel  29.04.2026