Programm

Termine und TV-Tipps

»Die Spaltung der Welt«: Golda Meir (links) und ihre Tochter bei Schießübungen in der Wüste. (Spielszene) Foto: © SWR/LOOKSfilm/Mateusz Wichłacz

Frankfurt
Lesung und Gespräch »Barbara Honigmann: Mischka. Drei Porträts«
Di 5. Mai, 19.30 Uhr, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e. V., Waldschmidtstraße 4

Freiberg in Sachsen
Vortrag »Moritz Hochschild: Hesse, Zinnbaron – Retter tausender Juden vor dem Holocaust und Absolvent der Bergakademie« von Norman Pohl
Mi 6. Mai, 19 Uhr, Senatssaal der Bergakademie, Akademiestraße 6

Halberstadt
»Spaziergang durch das jüdische Halberstadt«
So 3. Mai, 14 Uhr, Treff: Klaussynagoge, Rosenwinkel 18

Hamburg
Konzert »Duplex-Piano – Das Klavier mit zwei Manualen« – Der Israeli Josef Tal ist einer der bekanntesten Komponisten der klassischen Moderne. Hier werden zwei seiner Kammermusikwerke präsentiert: zum einen Tals Klavierquartett, in dem faszinierende Klangfarben und ein intensiver Dialog der Instrumente charakteristisch sind, zum anderen das Werk »Hagada«, in dem das Schlagzeug mit der Kraft des Rhythmischen eine ganz besondere Eindringlichkeit vermittelt.
So 3. Mai, 19.30 Uhr, Elbphilharmonie, Kleiner Saal, Platz der Deutschen Einheit

Hannover
Beim Liederabend »Das Narrenschiff: Lieder zwischen Wahnsinn und Widerstand« erkundet das Duo »haqolot« Musik als Ausdruck von Würde und innerer Freiheit in Zeiten politischer Verfolgung. Im Mittelpunkt steht die niederländisch-jüdische Komponistin Rosy Wertheim (1888–1949). Während der NS-Besatzung organisierte sie heimlich verbotene Liederabende, in denen auch ihre eigenen Kompositionen erklangen.
Mi 6. Mai, 19 Uhr, Villa Seligmann, Hohenzollernstraße 39

Regensburg
Lesung und Gespräch: »Shelly Kupferbergs neuer Roman ›Stunden wie Tage‹«
Do 7. Mai, 20 Uhr, Buchhandlung Dombrowsky, St.-Kassians-Platz 6

Schwabach
»Magalí Druscovich: Home Front – Fotografien nach dem 7. Oktober«: Zehn eindrucksvolle Porträts der argentinischen Fotojournalistin Magalí Druscovich zeigen den stillen Heldenmut der israelischen Zivilgesellschaft. Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org
So 3. Mai, 14 Uhr, Jüdisches Museum Franken, Synagogengasse 10a

TV und Radio

Nach wahren Begebenheiten erzählt das Drama »Die Kinder der Villa Emma« von der gefährlichen Flucht einer Gruppe jüdischer Kinder im Zweiten Weltkrieg.
Freitag, 1. Mai, 13.40 Uhr one TV

»Die Spaltung der Welt (5/6) – Heiliges Land«: Die Drama-Serie erzählt reale Schicksale und folgt den Lebenswegen unter anderem von Wernher von Braun, Nikita Chruschtschow und Golda Meir. Deren größter Traum ist 1947 zum Greifen nahe: Die Briten verlassen das Mandatsgebiet Palästina. Als am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen wird, beginnt sofort ein Krieg, und die israelische Politikerin findet sich in einem neuen Konflikt wieder.
Dienstag, 5. Mai, 22.25 Uhr 3sat TV

»Jugendliche im Widerstand: Edelweißpiraten«: Die »Edelweißpiraten« waren eine Jugendbewegung, die gegen das Nazi-Regime Widerstand leistete. Der Gruppe gehörten Mädchen und Jungen an, die zumeist aus der Arbeiterklasse stammten. Zu Wort kommen neben Zeitzeuginnen auch Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum und die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld.
Dienstag, 5. Mai, 22.45 Uhr arte TV

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  06.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  06.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richter  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026