Leonard Cohen war vieles in einem: Philosoph und Poet, Suchender und Fragender, Schriftsteller und Sänger, »Ladies Man« und Mönch. Mit dem Lied »Hallelujah« verband er viele Jahre spiritueller Sinnsuche. Doch als er nach etwa 150 Versen endlich mit seinem Opus Magnum zufrieden war, entschied sein Hauslabel Columbia Records, die Platte in den USA nicht zu veröffentlichen. Das stürzte ihn zunächst in eine tiefe Schaffenskrise, entpuppte sich dann aber als Beginn einer unerwarteten Songwriter-Karriere.
Der Dokumentarfilm läuft am Vorabend des zehnten Todestags: Cohen starb am 7. November 2016 mit 82 Jahren. Er beleuchtet das Leben und das musikalische Schaffen Cohens anhand seines Liedes »Hallelujah«, das zur Hymne wurde und es mit Hilfe von Coverversionen von John Cale, Bob Dylan und Jeff Buckley bis auf Platz eins der Charts schaffte. Als im Film »Shrek« dann sogar eine ganz eigene Version des Songs auftauchte, war dessen Erfolg nicht mehr zu bremsen.
Mit einer großen Fülle von bisher unveröffentlichtem Archiv- und Interviewmaterial zeichnen die US-amerikanischen Regisseure Dayna Goldfine und Daniel Geller ein vielschichtiges Porträt des Schöpfers des weltberühmten Songs. Ihr Film von 2021 verbindet zahlreiche Konzertausschnitte mit Interviews seiner Wegbegleiter.
»Hallelujah: Leonard Cohen«, Freitag, 6. November, 22.05 - 23.55 Uhr, Arte.