Mainz

Jüdische Stätten am Rhein sollen Welterbe werden

Wormser Mikwe Foto: Schum-Städte e.V.

Mainz

Jüdische Stätten am Rhein sollen Welterbe werden

Der Antrag könnte Ende des Jahres abgeschickt werden

 24.07.2019 08:07 Uhr

Die Initiative für die Aufnahme der jüdischen mittelalterlichen Kultur von Speyer, Worms und Mainz ins Unesco-Welterbe tritt 15 Jahre nach der ersten Idee in ihre entscheidende Phase: Das Dossier für den Antrag der drei sogenannten Schum-Städte ist im Wesentlichen fertiggestellt.

Management Darin wird der außergewöhnliche universelle Wert der jüdischen Stätten am Rhein beschrieben, außerdem wird in einem Management-Plan dargestellt, wie die Stätten dauerhaft gesichert und für die Öffentlichkeit erschlossen werden sollen.

Schum bezeichnet die jüdische Tradition von Speyer, Worms und Mainz - nach den hebräischen Anfangsbuchstaben Schin (Sch) für Schpira (Speyer), Waw (U) für Warmaisa (Worms) und Mem (M) für Magenza (Mainz).

Mikwe In Speyer soll die um 1120 gebaute Mikwe, also ein Ritualbad, den besonderen Unesco-Status erhalten. In Worms ist es neben einer etwas kleineren Mikwe und der Synagoge der Friedhof »Heiliger Sand«. In Mainz gehört der ebenfalls mittelalterliche Friedhof »Judensand« zu den Stätten, die ins Welterbe aufgenommen werden sollen.

Das rund 600 Textseiten umfassende Nominierungsdossier sei bereits ins Englische übersetzt, sagte die Leiterin der Stabsstelle im Wissenschaftsministerium, Stefanie Hahn, der Deutschen Presse-Agentur.

Jetzt folgten noch Bildauswahl und Layout-Gestaltung. Der Antrag soll Ende des Jahres abgeschickt werden, damit er pünktlich vor dem Fristende am 1. Februar 2020 bei der Weltkulturorganisation Unesco in Paris eintrifft. Im Juli 2021 trifft das Welterbe-Komitee der Unesco die Entscheidung.  dpa

78 Jahre Israel

Masal Tow

Auf den Gedenktag Jom Hasikaron folgt der Unabhängigkeitstag Jom Haazmaut. Wir haben Jüdinnen und Juden gefragt, was sie dem Land wünschen

von Katrin Richter  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Berlin

Abbruch nach Antisemitismus bei Makkabi-Spiel

Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der antisemitischen Volksverhetzung und Beleidigung

 20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Porträt der Woche

Der Klang eines neuen Lebens

Hannah Katz stammt aus Boston und fühlt sich, auch wegen der Musik, in Berlin zu Hause

von Alicia Rust  19.04.2026

Gedenken

Das Buch der Erinnerung

Zu Jom Haschoa las Ilan Birnbaum aus den Schilderungen seines Vaters

von Luis Gruhler  19.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Gedenken

Chemnitz erhält 19 weitere Stolpersteine

Die Stolpersteinverlegung beginnt am Mittwoch, 6. Mai

 17.04.2026

»Paul-Spiegel-Filmfestival«

Sieben gute Filme

In Düsseldorf beginnen das Festival unter dem Motto »Jüdische Welten« mit einem besonderen Gast vor jedem Film

 16.04.2026