»Paul-Spiegel-Filmfestival«

Sieben gute Filme

Foto: ©Lupa Film, CG Cinema, Hype Studios

Mit Kirill Serebrennikows Film Das Verschwinden des Josef Mengele startet am Donnerstagabend das Paul-Spiegel-Filmfestival »Jüdische Welten« in Düsseldorf. Der zweieinhalbstündige Film mit August Diehl in der Hauptrolle als SS-Arzt Mengele basiert auf dem Roman von Oliver Guez. Nicht die unmenschlichen und grausamen Taten in Auschwitz stehen im Mittelpunkt, sondern die Jahre danach. Serebrennikow zeigt einen Täter, »der sich selbst bemitleidet, jede Verantwortung leugnet und doch von einem System des Wegsehens profitiert«.

Lesen Sie auch

Das Filmfestival, das zum 18. Mal in der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf veranstaltet wird, und in diesem Jahr auch wieder von Polina Ivanova kuratiert wird, präsentiert ausgewählte Spielfilme, »die jüdisches Leben in Deutschland, Israel, Europa und weltweit in seiner Vielfalt zeigen«. Im Mittelpunkt stehe die »filmische Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft jüdischer Identitäten«. 

Die Durchführung eines jüdischen Filmfestivals in Düsseldorf geht auf die Initiative des damaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel (sel. A.) zurück. Im Jahr 2005 initiierte er die ersten jüdischen Filmtage in Düsseldorf.

Besonders in diesem Jahr ist der Spacial Guest in Dokumentarfilm-Form, denn vor jedem der sieben Filme, wird ein 60-sekündiger Beitrag den Projektes »60 Sek Mentsh« gezeigt.

Das Publikum kann auf ernste Beiträge und auch amüsant-skurrile Filme gespannt sein. Wie unter anderem den Film Bad Shabbos von Daniel Robbins, der die Untiefen einer fast ganz normalen Familie an Schabbat zeigt. Das Festival schließt mit Ádám Breiers Film All About the Levkoviches, einem schwarzhimorigen Porträt einer fast orthodoxen – aber eben nur fast– Schiwa. ja

Stuttgart

Startschuss für die Jewrovision

Der jüdische Jugend-Musikwettbewerb hat begonnen. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt treten heute 13 Teams aus ganz Deutschland auf

von Joshua Schultheis  15.05.2026 Aktualisiert

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt …

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Kino

»Palästina 36«

In ihrer Doku geht die palästinensische Regisseurin Annemarie Jacir fahrlässig mit einem historischen Thema um

von Ralf Balke  15.05.2026

Gesangswettbewerb

ESC: Ein bisschen Aufregung in Wien

In Wien sollen Kaffeehäuser Patenschaften für die Teilnehmerländer übernehmen, doch ausgerechnet für Israel fand sich keines bereit

von Martin Krauss  15.05.2026

Wien

ESC-Finale: Noam Bettan tritt als Dritter auf

Unter ESC-Beobachtern gilt ein früher Startplatz traditionell als möglicher Nachteil im Rennen um den Sieg

 15.05.2026

Musik

Jay Beckenstein wird 75

Der jüdische Saxofonist aus Buffalo, der seine Jugend in Westdeutschland verbrachte, gründete eine der wichtigsten Fusion-Bands und bietet sanfte Klänge

von Imanuel Marcus  14.05.2026

Berlin

TU eröffnet neues Kompetenzzentrum für Antisemitismusforschung

Nach umfassendem Umbau stünden künftig rund 55.000 Bücher und Zeitschriften sowie etwa 11.000 visuelle Antisemitika für Forschung und Lehre zur Verfügung

 14.05.2026

Zahl der Woche

13 Gruppen

Fun Facts und Wissenswertes

 14.05.2026

Eurovision Song Contest

Die Leichtigkeit der anderen

Der Schoa-Überlebende Walter Andreas Schwarz vertrat Deutschland 1956 beim ersten Grand Prix Eurovision in Lugano. Seine Biografie prallte auf ein Publikum, das die Vergangenheit hinter sich lassen wollte

von Claudio Minardi  14.05.2026