Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Leipziger Fotoausstellung zu jüdischem Leben

Nadja Vergne und Küf Kaufmann scheuten keine Mühen, das Erbe des Fotografen Abram Mittelmann zu erhalten. Foto: picture alliance/dpa

Einblicke in das jüdische Leben in der Zeit um 1930 verspricht eine Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Zu sehen sind von Mittwoch an rund 100 Porträts und Gruppenbilder aus dem Fotoarchiv von Abram Mittelmann (1876-1942), wie das Museum am Dienstag in Leipzig mitteilte. Der jüdische Fotograf betrieb von 1909 an in Leipzig ein Fotoatelier.

Die Ausstellung »Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann« stellt die Familie des Fotografen sowie Menschen vor, die sich in seinem Atelier porträtieren ließen. Sie ist ein Beitrag zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 und bis zum 4. April 2027 im Haus Böttchergäßchen in Leipzig zu sehen.

Archiv auf Dachboden entdeckt

Das Archiv von Mittelmann war 1988 auf dem Dachboden eines Wohnhauses in der Leipziger Südvorstadt entdeckt worden. Der Fotograf lebte und arbeitete von 1909 bis 1938 in dem Haus und betrieb dort ein Atelier. Die meisten Aufnahmen seien um 1930 entstanden, hieß es.

In einem Recherche- und Forschungsprojekt konnten laut Museum von rund 1.800 Bildern 862 zugeordnet werden. Es seien auch Lebensdaten der Porträtierten ermittelt worden. epd

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