Gedenken

Chemnitz erhält 19 weitere Stolpersteine

Ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofes verlegt im Jahr 2021 auf dem Gehweg der Ludwig-Kirsch-Straße Stolpersteine. Insgesamt 27 neue Stolpersteine werden zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Mit den handgearbeiteten Steinen des Künstlers G. Deming soll die Erinnerung an jeden einzelnen Verfolgten erhalten bleiben. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In Chemnitz sollen am 6. Mai weitere Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer verlegt werden. Die Denkmale werden an acht verschiedenen Orten im Stadtgebiet für insgesamt 19 Menschen in die Gehwege eingelassen, teilte die Stadtverwaltung Chemnitz am Donnerstag mit. Sie erinnern an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden.

Die Gedenksteine mit zehn mal zehn Zentimeter großen Messingtafeln geben Auskunft zu Namen und den wichtigsten Lebensdaten der Opfer. Sie markieren deren letzten Wohn- oder Wirkungsstätten. Das Projekt »Stolpersteine« geht auf den Kölner Künstler Gunter Demnig zurück.

Verlegung der Bodendenkmale seit den 90er Jahren

Dieser konzipierte die Bodendenkmale und verlegte den ersten Stein Ende 1992 in Köln. Inzwischen erinnern den Angaben zufolge mehr als 43.500 »Stolpersteine« in Deutschland und Europa an NS-Opfer. In Chemnitz seien bislang 360 solcher Gedenksteine verlegt worden, hieß es. epd

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