Mehr als 130 Veranstaltungen stehen auf dem Programm der Jüdischen Woche vom 21. bis 28. Juni in Leipzig. Geplant seien Konzerte, Lesungen, Film- und Theateraufführungen sowie Ausstellungen, Stadtrundgänge und Zeitzeugengespräche, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Mehr als 70 Leipziger Institutionen und Vereine seien beteiligt.
Es ist die 17. Jüdische Woche in Leipzig. Ausgerichtet wird sie vom Kulturamt der Stadt, gemeinsam mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus. Das Programm sei auch ein Beitrag zum »Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen«. Einen Einblick in die jüngere Vergangenheit bietet die Gesprächsveranstaltung »Jüdische Identitäten in der DDR« mit der Leipziger Rabbinerin Esther Jonas-Märtin.
Dialog zwischen Generationen
Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie jüdisches Leben in der DDR gelebt und erinnert wurde. Teil des Programms sei auch ein Escape Game, das auf spielerische Weise zur Leipziger Pädagogin und Frauenrechtlerin Henriette Goldschmidt (1825-1920) informiert.
Auf Einladung der Stadt Leipzig sind während der Jüdischen Woche ehemalige Leipzigerinnen und Leipziger jüdischen Glaubens zu Gast. Sie kommen aus Deutschland, Israel, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Australien und Neuseeland.
Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) erklärte: »Die Jüdische Woche zeigt eindrucksvoll, wie lebendig, vielfältig und präsent jüdisches Leben in Leipzig heute ist.« Besonders wichtig sei der Dialog zwischen Generationen, Perspektiven und Erfahrungen. epd