Berlin

»Jeder einzelne ist gefordert«

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, haben zum Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufgerufen. »Das Besondere an Berlin ist, dass wir hier alle zusammenleben, bei all den Unterschieden«, sagte Müller am Freitag nach einem Besuch in der Synagoge am Fraenkelufer.

Dies sei aber keine Selbstverständlichkeit: »Jeder einzelne ist gefordert«, sich für eine offene Gesellschaft zu engagieren, so Müller weiter. Saleh schlug den verschiedenen Religionsgemeinschaften in Berlin vor, künftig ein gemeinsames Fest zu feiern. Dies hätte eine weltweite Ausstrahlung, erklärte Saleh.

Jüdische Gemeinde In der Synagoge begrüßt wurden die beiden Politiker vom Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, und vom Beauftragten der Gemeinde für interreligiösen Dialog und gegen Antisemitismus, Rabbiner Daniel Alter.

Nach dem Besuch in der Synagoge in Berlin-Kreuzberg werden Müller und Saleh zudem die Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln besuchen. Anlass der Tour zu dem jüdischen und dem muslimischen Gotteshaus sind die derzeit stattfindenden Internationalen Wochen gegen Rassismus. epd/ja

Gedenken

Union Berlin und Hertha BSC gedenken gemeinsam der Holocaust-Opfer

Am internationalen Holocaust-Gedenktag erinnerten die beiden Stadtrivalen Hertha BSC und Union Berlin gemeinsam an die Deportationen, die in der NS-Zeit vom S-Bahnhof Grunewald ausgingen Beide Vereine mahnten zum Vertrauen in die Demokratie

 27.01.2026

Gedenken

Iris Berben erinnert an Schoa-Überlebende Margot Friedländer

Die Schauspielerin engagiert sich im Projekt »Ich bin Zweitzeugin von...«. So soll die Erinnerung an die Überlebenden des Holocaust wach bleiben

von Anita Hirschbeck  27.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 27.01.2026

Digitalisierung

Avatare gegen das Vergessen

Wie soll in Zukunft an die Schoa erinnert werden? Eine Konferenz hat sich unter anderem mit dieser Frage auseinandergesetzt und ein Hologramm der Zeitzeugin Eva Umlauf vorgestellt

von Helmut Kuhn  26.01.2026

Berlin

Vorzeigeprojekt »Kanaan« meldet Insolvenz an

Das israelisch-palästinensische Restaurant im Stadtteil Prenzlauer Berg stellt seinen Restaurantbetrieb bald ein

 26.01.2026

Podium

Gegen die Gleichgültigkeit

Der Publizist Michel Friedman sprach mit dem Politologen Carlo Masala in den Münchner Kammerspielen über Macht und Demokratie

von Esther Martel  25.01.2026

Makkabi

Ehrenpreis für den Freundeskreis

Der jüdische Sportverein zeichnet die Fangruppe Hersh Goldberg-Polin für ihre Haltung und Zivilcourage aus

 25.01.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende: Erinnerung teilen, um Demokratie zu schützen

Eva Umlauf ruft Schoa-Überlebende dazu auf, ihre Schicksale öffentlich zu machen

 25.01.2026

Gedenkstätten

Tuchel: Gedenkstätten vor politischer Einflussnahme schützen

Historiker fordert, sie als außerschulische Lernorte resilienter zu machen

 25.01.2026